Ponke Urban

Es geht wieder aufwärts in der Landwirtschaft

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von links: Stellvertretender Kreisobmann Martin Schmid, stellvertretende Kreisbäuerin Stefanie Koppold-Keis, Landesbäuerin Anneliese Göller, Kreisbäuerin Sabine Asum, Kreisobmann Reinhard Herb.  Foto: gmp

von links: Stellvertretender Kreisobmann Martin Schmid, stellvertretende Kreisbäuerin Stefanie Koppold-Keis, Landesbäuerin Anneliese Göller, Kreisbäuerin Sabine Asum, Kreisobmann Reinhard Herb. Foto: gmp

Aichach-Friedberg (gmp) | „Wir gehen mit Zuversicht ins neue Jahr“, sagten Kreisbäuerin Sabine Asum und Kreisobmann Reinhard Herb auf dem diesjährigen Neujahrsempfang des Kreisverbandes des Bayerischen Bauernverbandes.
Nachdem ihre Stellvertreter Stefanie Koppold-Keis und Martin Schmid die Begrüßung der Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner sowie der zahlreichen Ehrengäste aus Politik und Landwirtschaft übernommen hatten, gaben sie einen kritischen Jahresrückblick auf 2017, bevor die Landesbäuerin Anneliese Göller den Festvortrag zum Thema „Landwirtschaft schafft Heimat“ hielt.
Im vergangenen Jahr habe die Vogelgrippe den Landwirten zugesetzt. 1,7 Millionen gesunde Tiere seien gekeult worden. Auch die afrikanische Schweinepest bedrohe die Viehhalter. Kritisch sah Herb die neuen Bestimmungen zur Ferkelkastration: „Ohne geht es nicht.“ Die neue Düngeverordnung sei ein „Bürokratiemonster“.
Die neue „TA Luft“ habe massive negative Auswirkungen auf die Tierhaltung. Kritik übten Asum und Herb an der Politik. Da seien Anfang des Jahres die Bauernregeln der Bundesumweltministerin gewesen, die einfach nicht akzeptabel seien. Die Münchner Planung, auf 900 Hektar landwirtschaftlicher Fläche Wohnungen zu bauen, wenn nötig, mit Enteignungen, bedeute das Aus für viele Betriebe. Der Brexit bereite auch der Landwirtschaft Probleme, da ein wichtiges Exportland vielleicht wegfalle.
Nicht leicht sei das Wetter gewesen. Der späte Wintereinbruch im April habe immense Schäden angerichtet, ab Mai habe es dann Hitzegewitter mit Starkregen und Hagel gegeben, bevor das Sturmtief „Xavier“ sein Unwesen getrieben habe.
Die Landwirte seien für Verbraucher und Umwelt aktiv geworden. Feldrandschilder hätten die Bevölkerung aufgeklärt. Der „Kindertag auf Bauernhöfen“ hab allein im Landkreis 1000 Kinder erreicht. Der „Bienentag“ sei ein Erfolg gewesen. Herb erklärte, dass Bauern nachts spritzten, weil dann keine Bienen flögen. Auch nützten die Blumenstreifen an den Feldrändern den Insekten.
Die Kreisvorstandschaft sei neu gewählt und die ehemaligen Mitglieder gebührend verabschiedet worden. Die Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner hätten bei zahlreichen Ausflügen Information und Vergnügen gehabt. „Nach einigen kritischen Jahren geht es wieder bergauf. Die Zahlen sprechen für uns!“ Sabine Asum sah positv in die Zukunft.
Die Festrednerin Anneliese Göller machte den Landwirten Mut. Sie rief zu gesundem Selbstvertrauen und dem Dialog mit dem Verbraucher auf. „Die Leute sollen wissen, wie und mit wie viel Arbeit die Lebensmittel produziert werden.“ Nur so könne Respekt entstehen. Göller forderte politische Rückendeckung für die Landwirte und ihre Familien.


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