Ponke Urban
| Aus der Region

Neujahrsempfang in Kissing

mit über 200 Bürgerinnen und Bürgern

Bilder

Kissing (rotp) | Über 200 Bürgerinnen und Bürger kamen am Sonntag, den 14. Januar zum Neujahrsempfang in den Erle-bachsaal der Paartalhalle. Gemeinsam hatten Bürgermeister Manfred Wolf, der katholische Pfarrer Alfredo Quintero und der evangelische Pfarrer Steffen Schubert eingeladen. Eine schwerwiegende Entscheidung gab Manfred Wolf am Schluss der Veranstaltung bekannt.
Los ging es mit einem ganz besonderen Konzert der Kissinger Musikkapelle. Sie sorgte für laute rockige Klänge und heizte mit Klassikern wie Ghostbusters, dem Deep Purple Hit „Smoke on the water“ und „Always look on the bride side of life“ kräftig ein. Man soll eben auf die schönen Seiten des Lebens schauen. Genau deshalb wolle Wolf auch nicht mit langen Aufzählungen langweilen und erzählen, was alles geplant und was erledigt sei in der Gemeinde. Ganz besonders dankte er den ehrenamtlichen Helfern wie dem Roten Kreuz, der freiwilligen Feuerwehr für ihre wertvolle Arbeit. Diesmal stand das Leben und jeder Einzelne im Fokus seiner sehr berührenden Worte. Man soll auch mal an sich selbst denken, genauso aber auch an die anderen und sie wertschätzen. Denn das ist es, was zählt. Auch das Thema Respekt liegt ihm am Herzen. „Jeder ist Mensch, egal welche Religion oder Herkunft er hat“, betonte er. Manche Kissinger fangen an zu vergleichen und zu bewerten. Doch genau das mache unzufrieden. „Bleiben Sie der Mensch, der Sie sind! Schenken Sie allen Menschen einen Gruß und ein Lächeln. Und dem Gegrüßten geht es gleich ein bisschen besser.“ Damit wünschte er allen ein gutes neues Jahr 2018.
Auch Pfarrer Steffen Schubert ging auf das Leben ein und verglich es mit Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf, die mit einem Esel und einem Affen in einem großen Haus wohnt. Schubert sieht sich diese Filmklassiker gerne gemeinsam mit seiner Familie an. Denn von Pippi könne man sehr viel lernen: „Sie ist das wundervollste Mädchen, das es gibt!“ Und er listete auf, was Pippi für wunderbare Eigenschaften hat, wie zum Beispiel Selbstvertrauen und Mut. Sie macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Steffen rief auf, immer daran zu denken und auch mal mutig zu sein und sein Leben zu leben und seinen Weg zu gehen. Pippi steht auch für Schwächere ein, und sie hat tolle Freunde. Und sie ist auch mal faul. Auch wir sollen aufhören, immer mehr zu wollen. „Genießen Sie auch mal den Augenblick! Haben Sie mehr Spaß und lassen Sie sich mal gehen!“ Viel Applaus gab es für seine aufmunternden und fröhlichen Worte. Pfarrer Alfredo Quinterro brachte ein Schild aus dem Vatikan mit, auf dem steht: „Jammern verboten“. Auch er forderte auf, sein eigenes Potential zu nutzen und Kräfte zu bündeln, um zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen. Seine Botschaft: Handeln Sie aktiv und schätzen Sie die schönen Dinge des Lebens. Denn: Jammern hilft nicht!
Die neuen Pächter der Paartalhalle
Danach stellte Bürgermeister Manfred Wolf die neuen Pächter der Gastronomie der Paartalhalle vor: Iris Koy und Heike Gärtner. Zur Begrüßung hatte das Paar einen roten Kussmund aus Keks mitgebracht und jedem Gast überreicht. Mit dem Volksmusik-Duo „Haberer-Zwoagsang“ und ihren Liedern von Neujahr bis zum Boarischen Hiasl fand der Neujahrsempfang eine schöne Abrundung.
Manfred Wolf kandidiert nicht mehr
Ganz zum Schluss ergriff Wolf nochmals das Mikrofon und sagte schweren Herzens mit leiser Stimme: „Nach reiflicher Überlegung habe ich mich nun entschieden, in zwei Jahren bei den nächsten Wahlen nicht mehr als Bürgermeister zu kandidieren.“ Diese Aussage schlug ein wie eine Rakete. Damit hatten viele nicht mehr gerechnet. Man spürte, dass es Wolf viel Mut kostete, dies auszusprechen.