Ponke Urban

Friedberg feiert Friedberger Zeit Sommerempfang der Stadt Friedberg

Friedberg (rotp) | Beim diesjährigen Sommerempfang der Stadt Friedberg stand das historische Altstadtfest im Vordergrund. Über 600 geladene Gäste feierten bis in die späten Abendstunden bei lauen sommerlichen Temperaturen.

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Am Anfang zitterten die Organisatoren der Stadt Friedberg. Drohende Wolken und Wind kündigten sich kurz vor Beginn des diesjährigen Sommerempfangs an. Doch das Gewitter verzog sich bald, und man konnte ungestört feiern. Und wieder einmal dachte man, ganz Friedberg trifft sich im Hof der Theresia-Gerhardinger-Schule. Über 600 geladene engagierte Friedberger und der Stadt verbundene Nachbargemeinden standen in der Schlange, bis sie alle persönlich von den drei Bürgermeistern der Stadt am Eingang willkommen geheißen wurden. Diesmal aber nicht mit einem „Grüß Gott“, sondern standesgemäß mit „Habe die Ehre“, wie es für die damalige Friedberger Zeit üblich war. Die historische Stadtwache, die Schützen und die Cordonisten standen Spalier, wie es sich zur Zeit zwischen 1680 und 1790 gehörte. Das historische Altstadtfest steht vor der Türe. Am 12. Juli geht es los.
 
Deshalb passte es besonders gut, beim Sommerempfang darauf einzustimmen. Viele Gäste waren schon in ihrer historischen Tracht erschienen. Handwerker, Mägde, Kaufmänner, Bürger und Bürgerinnen tummelten sich neben den verschiedenen Gruppen im Innenhof. Mehrere Couchen luden ein, es sich gemütlich zu machen. Die Jugendkapelle unter der Leitung von Andreas Thon spielte anfangs Musik zur Friedberger Zeit, und das Harry Alt Trio lud am späteren Abend mit zum lauen Sommerabend passenden italienischen Liedern und deutschen Schlagern ein, das Tanzbein zu schwingen. Die Stimmung war super. Sehr zur Freude der Gäste.
 
Zur Begrüßung gab es für jeden ein Glas Prosecco und für Gaumenfreuden am Buffet war gesorgt. Wie das Altstadtfest die Friedberger in Beschlag nimmt, konnte man beim Sommerempfang schon sehen. Frank Liermann ist seit 1992 bei der Stadtwache aktiv mit dabei. Er freut sich vor allem auf die besondere Atmosphäre und das gesellige Beisammensein. „Es ist der Zusammenhalt der Friedberger, der hier spürbar ist. Das ist einfach toll“, so der Friedberger. Warum es nicht im neuen Schloss stattfand, fragten sich viele. Es sind nur 500 Personen zugelassen und das hätte den Rahmen diesmal gesprengt. Deshalb entschied man sich wieder für die Grundschule.
 
Neben den Vertretern der Religionsgemeinschaften, der Politik und der Vereine begrüßte Bürgermeister Roland Eichmann wieder die jungen Brautpaare des letzten Jahres, die Sportler, die Ehrenbürger, Ehrenamtliche der Tafel, die Vertreter der Baugenossenschaft und der Städtepartnerschaft-Komitées, der Jugendkapelle und der Ortsteile. Besonders freute er sich, diesmal erstmalig den Regierungspräsidenten Dr. Erwin Lohner begrüßen zu dürfen. Aber auch über Pfarrer Martin Gögler, der in Ottmaring im Ruhesitzseminar wohnt, und diesmal als Gast vertreten war. 100 Jahre Baugenossenschaft betonte Eichmann ganz besonders, die dringend notwendigen bezahlbaren Wohnraum in Friedberg schaffen. „Halb so alt ist eine zweite Gruppe, die heute Abend mit dabei ist: 50 Jahre städtische Jugendkapelle. So viele Menschen, die Verantwortung in Friedberg übernehmen, haben das in der Kapelle gelernt. Dieses Gemeinsame ist etwas , das unsere Stadt prägt“, so Eichmann. Neben dem Altstadtfest wies er auf den anstehenden Halbmarathon hin und dankte allen Organisatoren dafür, dass das stattfinden kann. Am Schluss sprach er insbesondere die Themen an, die die Menschen im Moment beschäftigen: das Altstadtfest im Juli und die Landesausstellung im nächsten Jahr. Allen Beteiligten der Friedberger Zeit dankte er schon jetzt für ihr Engagement. Auch dass die meisten passend gewandet kamen. Dafür gab es einen großen Applaus.


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