Marcel Eberhardinger
| Aus der Region

Starkbierfest beim Musikverein

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Beim Wettsägen zeigten auch die Damen ihr Können Foto: oh

Beim Wettsägen zeigten auch die Damen ihr Können Foto: oh

(oh) | Nachdem das Starkbierfest im letzten Jahr recht gut besucht und die Veranstaltung bei den Besuchern recht gut angekommen war, wagte sich der Musikverein an eine Neuauflage des Starkbierfestes, das am 24. Februar in der Mehrzweckhalle in Althegnenberg stattfand.
Etwas mehr als 100 Besucher waren bei der Veranstaltung zugegen und wurden den ganzen Abend lang gut unterhalten. Der Schweinebraten, der als Grundlage für den Leonhardi-Bock der Brauerei Autenried dienen sollte, wurde von der Metzgerei Glas aus Steindorf geliefert, die Beilagen wurden von den Mitgliedern des Musikvereins selbst hergestellt und zu später Stunde gab es zum Nachtisch noch Kaffee und Kuchen.
Neben der Blasmusik des Musikvereins wurde den Gästen ein Wettsägen und ein Maßkrugstemmen geboten und Bruder Barnabas hielt wieder eine begeisternde Fastenpredigt, bei der so mancher aus der Gemeinde sein Fett ab bekam.
Beim Wettsägen traten je zwei Männer oder Frauen an einem Baustamm gegeneinander an und es galt, unter lautstarker Unterstützung durch das Publikum möglichst schnell eine Scheibe vom Baum abzusägen. Dabei wurde die Zeit für das Sägen gestoppt und am Ende gewann derjenige, der am schnellsten gesägt hatte. Bei den Männern war das Bürgermeister Paul Dosch, gefolgt von Markus Helfer und Leonhard Helfer. Bei den Frauen war Maria Leitmeier die schnellste an der Säge, Christine Helfer belegte Platz zwei und Barbara Schamberger-Oswald war die dritt schnellste. Am Sägen beteiligten sich 14 Männer und vier Frauen.
Beim Maßkrugstemmen gingen Männer an den Start und der Sieger war derjenige, der den Krug mit ausgestrecktem Arm am längsten halten konnte. Als letzter blieb Peter Helfer mit seiner Maß am Tisch stehen und gewann diesen Wettbewerb. Zweiter wurde Andreas Gilger und dritter Florian Kistler.
Zwischen den Wettspielen trat Helmut Zellner alias Bruder Barnabas unter den Klängen des Bayerischen Defiliermarschs in seiner Mönchskutte und mit einem Krug Starkbier in der Hand an die Kanzel und hielt eine Predigt, bei der von der kleinen Politik in der Gemeinde bis zur großen Politik in Berlin eine Vielzahl von Themen abgehandelt wurde. Zur Einstimmung auf die Predigt zeigte Bruder Barnabas, dass auch ein bairischer Mönch auf der Höhe der Zeit ist und er führte mit den Anwesenden die Yoga-Übung „Utkatasana“ („Der Stuhl“) durch. Bei der Übung begibt man sich im Stehen in eine sitzende Haltung und angepasst an die Starkbierzeit mussten die Musiker in dieser Haltung „Ein Prosit“ anstimmen und die Zuschauer stemmten die Maßkrüge und prosteten sich zu.
So vorbereitet ging Bruder Barnabas auf eine Vielzahl von aktuellen Themen ein, die seitens des Publikums mit vielen Lachern und immer wieder mit Zwischenapplaus bedacht wurden. Eine humorvolle Erwähnung fanden der Ausbau des Internets, der Straßenzustand in Hörbach und die viel diskutierte „Strabs“ (Straßenausbaubeitragssatzung), die Ausweisung eines Gewerbegebiets (seit Jahrzehnten im Gemeinderat behandelt), das Wachstum der Gemeinde über die 2.000er-Marke hinaus verbunden mit einer Abspaltung von der VG Mammendorf, der Stundentakt der Bahn, das gemeinsame/nicht gemeinsame Feuerwehrhaus der Ortsteile, die Immobilienpreise, der Brandstifter, die Kaltwasser-Grill-Challange, die GROKO und einige Themen mehr.
Dass auch das zweite Starkbierfest des Musikvereins guten Anklang fand, zeigte sich nicht zuletzt darin, dass die Musiker gegen dreiviertel eins das letzte Prosit anstimmten und die letzten Gäste bis zum Abbau der letzten Tische sitzen blieben und das Bier noch genossen.