Ponke Urban
| Merching Ortsportrait

Zuwachs im Kinderhaus

Merching bekommt im Herbst eine zusätzliche Gruppe für Krippenkinder

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Merching (crpp) | Für September 2018 wären in der Kinderkrippe des Hauses für Kinder St. Josef 9 Plätze frei geworden – 22 hatten sich angemeldet: 13 Plätze fehlten – eine ganze Gruppe.
Alle Kinder hätten mit Sicherheit nicht in den Nachbargemeinden untergebracht oder an Tagesmütter vermittelt werden können – grundsätzlich haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. „Wir haben vielleicht kein Gebäude mit dem neuesten Schnick-Schnack hier in Merching – aber es ist sehr durchdacht von Architektin Sabine Vareille geplant und umgesetzt.“, betont Leiterin Josefine Peters.
So hatten die beiden Leiterinnen Josefine Peters und Birgit Schrom sehr schnell eine Lösung parat, wie eine zusätzliche Gruppe umgesetzt werden könnte und überzeugten damit auch Kirchenverwalter Josef Oberhuber und die Gemeindeverwaltung, die das Konzept wiederum dem Landratsamt vorstellten. Auch das signalisierte grünes Licht, so dass rechtzeitig im Herbst eine Gruppe zunächst als Interims-Lösung im Untergeschoss des Krippengebäudes starten kann. Sehr zur Freude der Eltern: Monika, die Mama, der fast zweijährigen Dalina, hat sehr auf einen Platz gehofft: Denn die dreifache Mutter, die bereits mit einem älteren Geschwisterkind schon sehr positive Erfahrungen in der Krippe gemacht hat, möchte ab Herbst wieder etwas mehr beruflich einsteigen. Sie ist auch ein Gegenbeispiel für ein kursierendes Gerücht, dass die Zahl der Anmeldung daher rühren soll, dass so viele neue Familien insbesondere in das Neubaugebiet an der St. Anna-Straße ziehen werden und deswegen der Bedarf für die Krippenplätze steigen würden.
Für die Kinder haben alle öffentlichen Träger an einem Strang gezogen, das Jugendamt war bereits vor Ort und mit dem Gesundheitsamt wurde Kontakt aufgenommen, so dass die Igel-Gruppe, wie sie künftig heißen wird, pünktlich im Herbst starten kann. Schließlich soll in etwa zwei Wochen bereits der erste Elternabend für die Eltern der zukünftigen Krippenkinder stattfinden. Zunächst wird sie im bisherigen Bewegungsraum der Krippe im Untergeschoss starten. Der Schlafraum wird aus dem ehemaligen Personalraum eingerichtet, eine Sanitäranlage samt Wickelkommode ist vorhanden. An Bewegung wird es den Kindern auch bei schlechter Witterung dennoch nicht fehlen: Zu den vorhandenen Einrichtungen kann vorübergehend auch noch der Pfarrsaal im Nachbargebäude genutzt werden. Als Personalraum fungiert als Zwischenlösung ein Raum im kirchlichen Bereich des Gebäudes. Und auch für Sicherheit ist gesorgt: Drei Möglichkeiten stehen als Fluchtwege zur Verfügung.
„Es läuft sehr gut an!“, sind sich alle Beteiligten einig. 141 Kinder werden im Herbst einen Platz haben. Im weitläufigen Garten sind mittlerweile schon zwei der neuen Schaukeln aufgebaut, das große heißersehnte Piratenschiff soll noch vor dem Pfarrfest am 24. Juni ankern, verrät Birgit Schrom. Gemeinsam mit ihrer Kollegin wünscht sie sich jedoch auch Kollegenzuwachs: „Kinderpfleger und Erzieher“ können sich sehr gerne bei uns melden.“, betont Josefine Peter.
Für 2019 werden in den Gemeindehaushalt entsprechende Gelder für den Umbau bereitgestellt. So glatt die Interims-Lösung läuft: Bis 31. Juli 2020 muss eine neue, dauerhafte Lösung gefunden werden. Die Vorlage hatten dazu eigentlich bereits Josef Failer, der sich für ein Satteldach einsetzte, und Architektin Sabine Vareille in ihrer vorausschauenden Planung gegeben. Sie hatte darauf hingewiesen, dass bei einer möglichen Erweiterung, der Ausbau des Dachgeschosses unproblematisch sei und schon konkrete Vorschläge gemacht. Deshalb hätten einige Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung den Auftrag direkt an Architektin Sabine Vareille vergeben, weil man mit der Arbeit sehr zufrieden war und das Gebäude in besten Händen wisse – und um nicht zuletzt genug Zeit für den Umbau zu haben. Helmut Luichtl gab jedoch zu bedenken, dennoch die Formalien zu beachten – und „obwohl man sehr zufrieden gewesen sei, dennoch genau abzustecken, in welchem finanziellen Rahmen sich das Ganze bewegt und was man konkret haben will“. Auch Josef Kinader plädierte dafür den Kostenrahmen vorher abzustecken. Das genaue Procedere des Ausbaus wird nun in der kommenden Gemeinderatssitzung noch einmal abgesprochen. Abgeschlossen müssen die Investitionen in jedem Fall bis Juli 2022 sein.