Ponke Urban

38. Friedberger Kunstausstellung zeigt eine große Bandbreite an Kunstwerken

Bilder
Friedberg (hesep) | Acryl- und Ölbilder, Linol- und Holzschnitte, Zeichnungen, Fotografien, Holzarbeiten, aber auch Figuren aus Ton oder Stein konnten die Besucher sehen.
Mit dem Spruch „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“ von Paul Klee lud Erster Bürgermeister Roland Eichmann in seinem Grußwort die Besucher ein, sich in der Max-Kreitmayer-Halle auf die Entdeckungsreise durch die qualitativ hochwertige Friedberger Kunstausstellung zu machen. 78 ganz unterschiedliche Werke hatte die fünfköpfige Jury aus Künstlerin Edith Drentwett und Rose Maier Haid, dem Augsburger Professor Andreas Kunert, Abteilungsleiter Kultur Frank Büschel und Kulturpfleger Peter Gürtler ausgewählt. Ein farbenprächtiges Werk war „Omas Geburtstag“ von Helene Mitter, die ihren Ehrentag mit ihren Kindern und Ehepartnern und dem kleinen Enkel feiert. Auch der Hund liegt unter dem Tisch. Die Besucher haben, wie es heutzutage oft der Fall ist, mit Ausnahme des Babys ihr Handy am Ohr, während sie mit der Oma ein Glas Rotwein genießen. In eher dunklen Farben war „Verloren“ von Sabina Ploneczka gehalten, auf dem eine junge, nachdenkliche Frau den Betrachter anblickt. Das Meer mit seiner Kraft hatten Gernot Kragl aus Kissing und Franz Kralj aus Ried als Thema gewählt. Zum Frühling passend hatte Rita Höfler aus Dasing, Gewinnerin des Kissinger Kunstförderpreises 2017, ihr Bild „Der Lenz ist da“ in zarten Pastelltönen gemalt. Zum Nach-denken, ob das wirklich mit der verschütteten italienischen Stadt zusammenhänge, regte die Besucher das Werk „Pompei“ an. Wie schön es für einen Opa ist, seinen Enkel auf dem Schoß zu haben, zeigte der Friedberger Manfred Würth in seiner aus Muschelkalk gefertigten Skulptur. Sehr fein nuanciert gemalt waren die Ölgemälde „Cellistin“ von Hanna Petermann und „Im Bistro“ von Ilona Böck. Nicht zu übersehen waren der „Gelbe Mann“ aus Lindenholz und der blaue, aus Eichenholz gefertigte „Kussmund“ von Josef Lang, aber auch das aus Eisendraht bestehende Werk „Ruhend“ von Gerti Papesch. Für einen Tag hatte sich Rose Maier Haid zwei interessante Aktionen einfallen lassen: am Nachmittag durften Kinder ab 4 Jahren in der Ausstellung malen und abends lud sie die Besucher dazu ein, die Kunstwerke beim Schein der Taschenlampe zu betrachten.


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