Ponke Urban

Friedberger Hobbygärtner unter sich

Friedberg (rotp) | Über 40 Gartenfreunde nutzten das gute Wetter und kamen am Samstagnachmittag zur Pflanzentauschbörse der Garten- und Naturfreunde. Und da war so einiges geboten.

Bilder

Garten- und Naturfreunde Friedberg laden zur Pflanzentauschbörse ein
Bettina Deponte hat über 50 Einblattpflanzen mitgebracht, die neben dem Maggikraut und den Tomaten der große Renner bei der diesjährigen Pflanzentauschbörse waren. „Vor einigen Jahren habe ich eine einzige kleine Pflanze im Baumarkt gekauft. Inzwischen sind so viele Ableger daraus geworden“, freut sich die Friedbergerin, die schon lange Mitglied im Verein der Garten- und Naturfreunde ist. Sie liebt das Einblatt, weil es als Luftverbesserer wirke und Aceton aus der Luft abbaue. Und zudem sehr pflegeleicht ist.
Über 40 Mitglieder der Garten- und Naturfreunde haben sich ab 14 Uhr mit ihren Pflanzen, die sie übrig hatten und zum Tausch anbieten wollten, auf den Weg in den großen Schrebergarten von Vorstandsmitglied Hans Holzinger gemacht. In dieser Idylle mitten unter großen Bäumen waren Tische und Stühle mit Sitzkissen aufgestellt. Es gab leckeren selbstgemachten Kuchen, Kaffee und kalte Getränke zur Erfrischung. Da tauschte man sich in lockerer Runde aus und fast jeder hatte eine neue Pflanze für seinen eigenen Garten gefunden. Neben dem beliebten Maggikraut und dem Einblatt war die Auswahl groß: Von den Stachelbeeren, Akeleien, Tomaten, Lichtnelken, Frauenmantel, Maiglöckchen, Leberbalsam, Cosmea bis zur Steinpflanze war alles mit dabei.
„Als ich vor sechs Jahren zum Vorstand des Vereins gewählt wurde, habe ich diese Pflanzentauschbörse ins Leben gerufen. Früher trafen wir uns immer im Bauhof in Friedberg, aber in meinem Grundstück ist es viel idyllischer und gemütlicher. Und Platz haben wir hier reichlich“, freut sich Holzinger. Auch er hatte einige Pflanzen zu viel und wollte sie heute tauschen. Sein Maggikraut entpuppte sich als der Renner. Zudem brachte er 20 Tomatenpflanzen und viele Dahlien mit. Getauscht hat er mit Einblattpflanzen und vielen kleinen Pflänzchen, die übrig geblieben sind. „Das habe ich dann noch alles am gleichen Abend eingepflanzt.“
Neben dem Tausch stand aber auch der Austausch im Vordergrund. An einem Tisch lag zudem ein dickes Buch mit Tipps rund um den Garten, in dem viele blätterten. Der Verein der Garten- und Naturfreunde steht für Fragen gerne bereit und hilft, wo es geht. Ein aktuelles Thema ist der Mehltaubefall auf den Apfelbäumen. Auch Holzinger hat dieses Problem in seinem Garten. Deshalb fragte er seinen Gartenfreund und Vorstand des Vereins Anton Meier, ob er für den Besuchern ein paar Tipps parat hat, was man dagegen tun kann. Das Interesse war groß und Meier zeigte es gleich an dem befallenen Baum.
Der Gartenexperte empfiehlt kein Gift zu spritzen, sondern das Ganze mit mechanischen Maßnahmen zu bekämpfen und die Zweige einfach immer wieder abzuschneiden. Und zwar dort, wo noch eine Blattknospe ist. „Wenn man das über Jahre konsequent macht, reduziert sich der Mehltau“, weiß Meier. Auch Birnenbäume werden gerne befallen, und zwar vom Birnengitterrost. Das sind braune Pusteln. „Die Krankheit ist nicht so schlimm, aber man sollte sie trotzdem früh bekämpfen. Wir von den Gartenfreunden geben Tipps dazu“, so Meier.
Bei Traumwetter konnte man sich also in Ruhe austauschen, Pflanzen mitbringen und Neue finden sowie gute Tipps holen. „Der Trend geht zum eigenen Garten und dem eigenen Beet“, weiß Hans Holzinger. So weiß man, dass alles biologisch und ohne Spritzmittel angebaut wird. Mehr unter www.gartenfreunde-friedberg.de



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