Ponke Urban

Gymnasium Friedberg, ein Ort zum Wohlfühlen

Friedberg (rotp) | Seit 300 Tagen leitet Ute Multrus das Friedberger Gymnasium. In dieser Zeit war an einer der größten Schulen im Landkreis einiges in Bewegung. Beim Besuch des Landrates Dr. Klaus Metzger Anfang Mai zog die Schulleiterin ein Zwischenfazit und gab einen Ausblick auf die Themen, die demnächst anstehen.

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Friedberg (rotp) | Seit 300 Tagen leitet Ute Multrus das Friedberger Gymnasium. In dieser Zeit war an einer der größten Schulen im Landkreis einiges in Bewegung. Beim Besuch des Landrates Dr. Klaus Metzger Anfang Mai zog die Schulleiterin ein Zwischenfazit und gab einen Ausblick auf die Themen, die demnächst anstehen. Ziel ist es, das Gymnasium zu stärken und attraktiver zu machen – als zentrales Gymnasium des Landkreises.
300 Tage im Amt als Direktorin – wie fühlt man sich? „Ich fühle mich wirklich wohl hier und bin angekommen“, freut sich Ute Multrus. Im September 2017 hat sie das Friedberger Gymnasium übernommen, weil ihr Vorgänger Bernhard Gruber in Pension gegangen ist. Und ihr Eindruck nach 300 Tagen? Jeder kann sich hier entfalten. Gemäß dem Leitspruch der Schule „Wo Bildung das Leben bereichert“. Das stimme nach wie vor. Wichtig sei aber auch die Wertschätzung gegenüber den Schülern. So bekomme jeder Schüler zum Geburtstag eine Glückwunschkarte. Aber auch die Elternschaft sei hier sehr homogen und trägt den innovativen Bildungsgedanken mit. Was ihr aber besonders aufgefallen ist, das ist die Leistungsbereitschaft der Schüler hier in Friedberg – am Gymnasium vor Ort. Aber auch über die Schule hinaus engagieren sich die Schüler: im sozialen als auch sportlichen Bereich.
Eine gute Mischung
Zudem ist das Gymnasium eine Seminarschule und bildet Referendare aus, die immer wieder für innovative Lehrkonzepte sorgen und frischen Schwung von der Uni mitbringen. Die erfahrenen Lehrer ergänzen das wunderbar. „Eine gute Mischung“, schwärmt die Schulleiterin.
Aber auch die anstehende Sanierung des Gebäudes und der Turnhalle sind wichtig, um das Gymnasium attraktiv zu machen und um es leichter zu machen, sich hier wohlzufühlen. Sonja Nemetz vom Landratsamt erläuterte den aktuellen Stand der Renovierungsarbeiten. Die Flachdachsanierung ist fast fertig, die Fassadensanierung läuft im Moment noch, die Toiletten sind zum Teil auch fertig, Bodenbeläge sind zum Teil schon erneuert und die Malerarbeiten laufen noch. Die Innenhöfe brauchen noch die Dachteile. Der Großteil der Brandschutzmaßnahmen ist bereits abgeschlossen. Fertig sein soll alles im September 2019. Mit neuen Fördergeldern sei geplant, alles weitere zu sanieren. Bei der Turnhalle ist noch nicht klar, wann sie fertig renoviert ist. Denn vor ein paar Wochen wurde festgestellt, dass die Dachkonstruktion fehlerhaft ist. Deshalb muss diese komplett neu geplant werden. „Wir diskutieren es noch einmal im Bauausschuss“, so Nemetz. Ein Neubau könnte demnach auch in Betracht kommen.
Digitalisierung ist ein Megathema
Ute Multrus stehe exemplarisch für eine Veränderung des Gymnasiums, so Landrat Dr. Klaus Metzger. Lehre und lernen, das sei das Zentrale. „Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen“, so Multrus. Sie ist immer wieder überrascht, wie gut es läuft, aber auch wie es weitergehen kann. In Zukunft gilt es, das zu betonen, was es hier schon gibt. Das ist der neue Sozialzweig. Zudem gibt es Tutoren und Lerncoaches, die die Schüler unterstützen, fördern, aber auch fordern. Das Gute wird weiter so bleiben. Aber auch Neues kommt auf die Schulen zu, wie zum Beispiel das neunjährige Gymnasium, das eine große Herausforderung ist. „Die Digitalisierung ist ein Megathema“, sagt die Direktorin. Darunter fallen Themen wie WLAN in den Klassenzimmern und die passende Lernsoftware. Schüler sollen noch individueller gefördert werden. „Das ist die große Herausforderung für die nächsten Jahre!“ Metzger sichert ihr zu: „Wir als Landkreis wollen hier begleiten und schon am Anfang mit dabei sein, Hand in Hand.“
Der Landkreis verträgt drei Gymnasien, man tauscht sich aus. Multrus ist hier zuversichtlich. Die befürchtete Sogwirkung in Richtung Mering ist nicht eingetreten. Dort gibt es jetzt schon keinen Platz mehr. In Friedberg kann sich jeder also entfalten und seine Talente entdecken. Wie Multrus es so schön sagte: „Wir sind ein Ort zum Wohlfühlen“.


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