Ponke Urban

Bedürftige Familien profitieren vom Hofhegnenberger Kipferlmarkt

Hofhegnenberg/Kissing (gmp) | Genießen und dabei Gutes tun, lautet das Motto des Hofer Kipferlmarktes. Auch 2018 hat das wieder einmal bestens funktioniert (wir berichteten).

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Nach Herzenslust einkaufen – nicht für alle Familien geht das. Hofhegnenbergs Schlossherr Dr. Peter Löw (Mitte) und seine Frau Clara (3. von links) ermöglichten bedürftigen Familien aus der Umgebung einen Großeinkauf mit dem Erlös seiner Stände auf dem Hofer Kipferlmarkt. Foto: gmp

Nach Herzenslust einkaufen – nicht für alle Familien geht das. Hofhegnenbergs Schlossherr Dr. Peter Löw (Mitte) und seine Frau Clara (3. von links) ermöglichten bedürftigen Familien aus der Umgebung einen Großeinkauf mit dem Erlös seiner Stände auf dem Hofer Kipferlmarkt. Foto: gmp

Der Glühwein, der Eierlikör und die Zuckerwatte haben bestens geschmeckt, so gut, dass auch wieder ein Erlös von 3200 Euro zusammengekommen ist. Vor dem Stand des Schlossherren Dr. Peter Löw und seiner Frau Clara bildeten sich lange Schlangen, denn alle wussten schon aus früheren Jahren, dass die Getränke dort von bester Qualität sind, schließlich hatte sich das Schlossteam mächtig ins Zeug gelegt und alles wieder selbst gemacht.
 
Vom Erlös seiner Stände geht der Schlossherr mit bedürftigen Familien aus der Umgebung zum Einkaufen. Den Kontakt hatte Löw über Ingrid Engstle von der Meringer Tafel hergestellt. Im Kissinger Großsupermarkt, wo es von Lebensmitteln über Kleidung bis zu Elektrogeräten alles gibt, durften die Familien einmal nach Herzenslust auswählen. Einigen schossen gleich die Tränen in die Augen, als sie den Betrag hörten, der gleich für sie ausgegeben werden sollte. Löw und seine Frau begleiteten den Einkauf auch dieses Mal selbst. Die Familien wählten aus und Löw bezahlte. Zum einen geht es ihm um den persönlichen Kontakt, zum anderen hat der gelernte Jurist eine Gesetzeslücke entdeckt. Würde er den Familien das Geld geben, würde es auf die Hartz-IV-Leistungen angerechnet. So geht der Spender mit, bezahlt und schenkt die Ware dann den Leuten. Zum Schluss lag alles Gewünschte in den Einkaufswagen. Für die drei- bis fünfköpfigen Familien konnte Weihnachten dann kommen. Eine Familie mit Baby hatte unter anderem einen Berg Windeln und andere Babyartikel, eine andere hatte die Zutaten für ein opulentes Weihnachtsessen inklusive der nicht gerade billigen Gewürze ausgesucht. Bei der Familie mit zwei Teenagern waren auch die eine oder andere CD und DVD drin.
 
Auch bei den anderen wurden hauptsächlich die Kinder bedacht. Winterkleidung, warme Stiefel und das eine oder andere Spielzeug. Alles das ist nicht selbstverständlich, wenn das Geld mehr als knapp ist. Für diese vier Familien war es 2018 eben ein bisschen anders. Mit dieser wohltätigen Aktion wurden zweifelsohne die Richtigen bedacht. Alle Familien bedankten sich mehrfach bei Löw und damit bei allen Besuchern des Hofer Kipferlmarktes.


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