Ponke Urban

Die Biber am Weitmannsee

Kissing (hesep) | Beim Spaziergang wurde Johannes Moderegger aus Mering von einem Biber angegriffen. Bei einer Radtour zeigte er die Stellen, wo die Biber ihre Spuren hinterlassen haben.

Bilder

Der Weitmannsee ist für Johannes Moderegger ein beliebter Ort für einen Spaziergang nach der Arbeit. Auch an einem verregneten Dienstagabend wollte er dort entspannen, hatte aber ein ungewöhnliches Erlebnis, das ihn zutiefst erschreckte: ein junger Biber schoss aus dem hohen Gras in rasanter Geschwindigkeit auf ihn zu und rannte gegen seine Wade, als ob er ihn umwerfen wollte. Der 52-jährige Spaziergänger hatte wegen des starken Regens an diesem Tag seinen Regenschirm mitgenommen und konnte damit den Biber abwehren.
 
Er fragt sich, was der Grund für die Attacke gewesen sein könnte: fühlte sich der Biber bei seinem Weg zum Bach von ihm gestört und verteidigte sein Revier? Oder hatte ihn vielleicht ein Artgenosse vertrieben, so dass er aggressiv reagierte? Am 21. Mai regnete es den ganzen Tag in Strömen. Johannes Moderegger fuhr trotzdem gegen 18 Uhr mit dem Fahrrad zum Weitmannsee, um dort einen Rundgang zu machen. Er liebt den See und kommt regelmäßig alleine her oder trifft sich dort mit einem Freund. „Ich stellte mein Fahrrad beim Restaurant Seestern ab und lief zum Südufer“, berichtet er. Als er am Südende des Weitmannsees links in einen Forstweg einbog, der am verlorenen Bach entlangführt, kam ein Tier aus dem hohen Gras auf ihn zugelaufen. Es war etwa 80 Zentimeter lang. Da Biber eine Länge von 1,30 m erreichen können, musste es sich um ein Jungtier gehandelt haben, folgert der naturbegeisterte Meringer. Es ging dann alles sehr schnell: der Biber kam auf ihn zugeschossen, rannte gegen seine Wade, als ob er ihn zu Fall bringen wollte. Vor lauter Schreck und Angst, gebissen zu werden, schlug er leicht mit seinem Regenschirm gegen den Biber, um ihn abzuwehren. Dieser verschwand blitzschnell im Bach.
 
Er lief nach dem Vorfall zu seinem Fahrrad zurück und radelte nach Hause. Dass es am Weitmannsee Biber gibt, weiß Johannes Moderegger schon lange. Zwischen dem Weitmannsee und dem verlorenem Bach gibt es jede Menge Spuren, die auf die Biber hinweisen. Am Weitmannsee sieht man Bäume, bei denen die Rinde angebissen ist. Außerdem einen Baumstumpf, wo der Biber so lange gebissen hatte, dass der Baum ins Wasser gefallen wäre. Er wurde aber noch vorher gefällt. Außerdem gibt es eine Rinne, die vom Bach durch ein Gebüsch zum See hinüberführt. „Über diese laufen die Biber zum See“, sagt Moderegger. Die Biberburg, in der die Eltern mit zwei Würfen Jungtieren, also 4 bis 6 Kindern leben, befindet sich im See, aber den genauen Standort weiß er nicht.
 
Thomas Kaeuffer ist der Biberbeauftragte am Landratsamt Aichach-Friedberg. Er sagt, dass es am Weitmannsee nur ein Revier geben würde, somit müssten dort sechs bis acht Biber leben. „Biber sind friedliche Tiere und meiden den Kontakt zu Menschen. Vermutlich kam der Spaziergänger dem jungen Biber zu nahe, dass er sich bedroht fühlte“, vermutet er. Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es etwa 400 Biber, so Kaeuffer.


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