Ponke Urban

Neuer Bürgermeister in Kissing - drei Kanidaten stehen zur Wahl

Kissing (gmp) | 22 Jahre war Manfred Wolf der Chef im Kissinger Rathaus. Eigentlich wollte er es auch noch bis zur nächsten Kommunalwahl 2020 bleiben, aber gesundheitliche Gründe zwangen den 63-Jährigen, schon jetzt in den Ruhestand zu gehen. Die Kissinger wählen also bereits am Sonntag, 24. März einen neuen Bürgermeister.

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Zur Wahl stellen sich drei Kandidaten. Aus Wolfs Partei, der SPD, geht Ronald Kraus (55), aus der CSU Reinhard Gürtner (51) und von den Grünen Katrin Müllegger-Steiger (41) ins Rennen. Alle drei haben kommunalpolitische Erfahrung und sitzen für ihre Partei im Kissinger Gemeinderat und im Kreistag. Kraus bewarb sich in früheren Wahlkämpfen bereits für den Landrats-Posten, Gürtner für den des Bürgermeisters, Müllegger-Steiger sogar für beide.
 
Ronald Kraus ist Fraktionsvorsitzender im Kissinger Gemeinderat. In der Gemeinde ist er zudem bekannt als Vorsitzender des Vereins Regenbogenkinder, der unter anderem eine Kinderkrippe betreibt. Zudem führt er den Historischen Förderverein Bayerischer Hiasl an. Er ist Leiter des Eichamts München-Traunstein.
 
Reinhard Gürtner ist seit elf Jahren Kissinger Ortsvorsitzender der CSU. Der 51-Jährige ist in Beilngries im Altmühltal geboren. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung beim Fernmeldeamt der Deutschen Post und arbeitete in den 90er-Jahren als Bauführer und Disponent in den neuen Bundesländern. Heute ist er als Berufssoldat Fachlehrer an der Schule für Informationstechnik der Bundeswehr in Lagerlechfeld.
 
Katrin Müllegger-Steiger ist Realschullehrerin. Die 41-jährige ist im Süden des Landkreises aufgewachsen und lebt mit Familie seit zwölf Jahren in Kissing. Bereits mit 18 Jahren bewarb sie sich um einen Sitz im Friedberger Stadtrat, den sie als 19-Jährige und somit jüngstes Mitglied 1998 antrat. Seit 2004 ist sie zudem im Kreistag vertreten. Seit 2010 ist sie dort Fraktionsvorsitzende und im Kissinger Gemeinderat und auch dritte Bürgermeisterin.
 
Alle drei Kandidaten wollen sich für bezahlbaren Wohnraum in Kissing einsetzen. Aufgrund des Zuzugs nach Kissing sei ein hoher Druck auf die Gemeinde entstanden, sagt Kraus. Der Wohnungsbau solle gefördert werden, Kissing brauche aber ein „Leitbild für ein gesundes Wachstum“. Gürtner will zudem bezahlbare Bauplätze für Kissinger Bürger. Dafür müsse ein Konzept erarbeitet werden. Er denkt an einen möglichen Punktekatalog, der Ortsansässigkeit oder soziales Engagement berücksichtige. Auch der soziale Wohnungsbau müsse mehr in den Fokus gerückt werden. Gürtner sprach sich dabei für eine enge Zusammenarbeit mit der kommunalen Wohnbau des Landkreises aus. Müllegger-Steiger sieht das genauso. Die Gemeinde Kissing sei trotz Kooperationspartnern auch in der Verantwortung. Genauere Wahlprogramme erhalten Sie bei den jeweiligen Parteien.