Marcel Eberhardinger
| Markt Mering - Aktuell

Abgehoben, abgefahren, Applaus! Unter dem Motto „Mering hebt ab“ begeistert der Bunte Abend mit Höhenflügen der Gemeindepolitiker und kirchlichen Würdenträger

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Merin (ike) Wer hat sich im vergangenen Jahr zum Höhenflug hinreißen lassen, wem droht der Absturz und wer gehört in Mering alles auf den Mond geschossen? „Mering hebt ab“ lautete das diesjährige Motto, das wahrlich genügend Stoff für die zehn auf die Bühne tretenden Gruppen bot. In seiner Entwicklung hebt Mering mit Raketenantrieb ab und wird schon bald zu Mering Stadt. Dies kann Wolkensitzer Alfons Magg beim Blick durchs Fernrohr in seinem Prolog unschwer erkennen. Flugbegleiterin Betty nimmt ihr Publikum mit auf die Reise mit dem Ziel „Faschingshochstimmung“ und empfiehlt bei Stimmungsabfall lauten Applaus. Ihre Ansage auf Englisch ist für manch “Zugroasten“ im Publikum leichter zu verstehen als die Worte der Mering-Dolmetscherin, die im Dirndl bekennt „I bin di Zenz und do bin i dahoam. Als erstes hebt der Pfarrhof ab und zwar im doppelten Sinne, denn beim gemeinsamen Vormittagsgebet mit Papa Willi und Mama Lilli sowie dem Praktikanten Tobias und Kaplan Josef klingelt ständig das Telefon und einer muss den Hörer abheben. An der Strippe ist unter anderem Rudolf Koletzko aus Rom. Ein Flugplatz im Lechfeld direkt neben Honold soll es geben, so weiß er. Alles noch ein Gerücht, höchstens die Vision 2030, sagt Pfarrer Schwartz Aufgeregter ist er dann schon, als Angie ihn als Finanzminister der GroKo will, weil er so gut mit den Sozis kann. Bei der Mondlandung der Sepp-Clowns ist auch die neugierige Afra-Mesnerin Wolf anwesend und sie treffen auf den Seehofer, der von Söder auf diesen Himmelskörper katapultiert wurde. Früher wurde im Putzteam mit dem Engel Michael abgelästert, nun ist man intergalaktisch aktiv und stößt beim Installieren der Satellitenschüssel nicht nur auf TV-Serien mit dem Arzt, dem die Frauen vertrauen, sondern auch auf den Pfarrer, mit dem die Meringer bauen. Egal ob Außerirdischer oder gar Kissinger, ein neuer Mesner muss her, so lautet die Weltraum-Mission 20/18, die vom Unter, Ober und Außer trotz intellektueller Handicaps auf halber Strecke zum Saturn endlich erfüllt werden kann. Mit viel tänzerischem Talent präsentieren sich die Dancing Stars des Trachtenvereins Almarausch Mering, die dem Publikum mit ihrem feurigen und kostümprächtigen Programm ordentlich einheizen. Das Gstanzl-Duo zieht beim musikalischen Rückblick die Bodenständigkeit dem Abheben vor. Im Beitrag „Mir san MIR“ tagt Merings irrste Raumstation und nimmt auch Georg Resch als Rüttel-Schorsch auf Spielplätzen ins Visier. Wahrsagerin „Seherin(a) Unglaublich“ steht mit ihrem Pendel vor allem den München-Pendlern nahe. In ihrer Glaskugel sieht sie als Ursache für ein mögliches Scheitern von Bürgermeister Kandlers Plänen nicht nur einen Kiebitz, sondern auch einen Wolf aus einem alten Adelsgeschlecht, genannt von Thienen, der eine ganzes Wolfsrudel hinter sich hat. Ist ihm da das Glück noch h(on)old? Dies kümmert die Luftikusse wenig, die bei einem Ballonstart abheben wollen. Da braucht es sehr viel heiße Luft, doch das dürfte in Mering kein Problem sein. Das von Flugbegleiterin Betty zu Beginn des Abends erklärte Reiseziel war nach dreieinhalb unterhaltsamer Stunden erreicht und nun war es nur noch an den „Los Promillos“, musikalisch das Ende des Abends mit dem Hit „Völlig losgelöst von der Erde“ einzuläuten.