Ponke Urban

Das Meringer Dachtheater verwandelt sich in einen Dschungel

Mering (mkräp) | Ein Tiger sorgt für Unruhe und die Affen proben den Aufstand im Stück des Neuen Theaters Mering (NTM).

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Zwei Geier sitzen im Geäst über der Bühne. Im Dachtheater Mering zwitschert und plätschert es, während das Publikum seine Plätze einnimmt. Dann wird es dunkel, das Stück beginnt und eine neue Dschungelnacht bricht an.
 
Findelkind Mowgli (Isabella Eggert) ist nicht mehr sicher bei seinen Zieheltern, den Wölfen Raksha (Anda Strecker) und Akela (Max Adlig). Denn Tiger Shir-Khan (Emilia Reinhard) will Mowgli jagen. Um ihn besser beschützen zu können, soll der Menschenjunge die Gesetze des Dschungels von Balu, dem Bären (Simon Mächtle) und Panther Baghira (Lara Bitter) lernen, nur so können ihn die Tiere besser beschützen. Doch Mowgli, den seine Freunde liebevoll „kleiner Frosch“ nennen, hat keine Lust zum Lernen und keine Angst. Das bemerken auch die Affen um King Lui (Rosalie Peterneck) und entführen das Menschenkind. Es soll ihnen die „rote Blume“, das Feuer, von den Menschen besorgen ...
 
Das 1894 erschienene Dschungelbuch von Rudyard Kipling gilt als eines der bekanntesten und erfolgreichsten Jugendbücher der Welt. Einige der Geschichten und Gedichte der Sammlung handeln von dem Jungen Mowgli, der von wilden Tieren im indischen Dschungel großgezogen wird. Die Theateraufführung der NTM-Kids folgt mit wenigen Ausnahmen dem bekannten Zeichentrickfilm von Walt Disney aus den 60er Jahren. „Bei uns ist die Schlange Kaa lieber“, sagt Louisa Grötsch, die zusammen mit Markus Schwab Regie führt. Das Ensemble der NTM-Kids aus jungen Schauspielerinnen und Schauspielern zwischen acht und dreizehn Jahren setzt das Stück toll um. Die Schlange wird von Helene Bosniak in einem grünen Anzug gespielt. Zischend tanzt sie den „Hungertanz“ und lässt dabei eine riesige Plüschschlange hin- und herschlängeln. Lara Bitter, die 2016 als Tinkerbell in „Peter Pan“ auf der Bühne stand, trägt katzenhafte Kontaktlinsen als Panther Baghira.
 
Auf der Bühne darf getobt und geklettert werden
Weil viele der Darsteller Tiermasken tragen, machen sie die fehlende Mimik mit viel Bewegung auf der Bühne wett. „Das Affenhangeln hat mir am meisten Spaß gemacht“, sagt Henrike Walling. Das kann das Publikum gut verstehen, denn die Dschungelkulisse, in der man das ein oder andere Detail aus „Peter Pan“ wiedererkennt, ist wunderschön. So war das kurzweilige Stück an allen Vorstellungen ausverkauft.
 
Neue Mitglieder gesucht
Das NTM würde sich über neue Mitglieder, die gerne schauspielern, freuen. Auch Hobby-Bühnenbauer, Technikbegeisterte und Maskenbildner sind dem Theaterteam willkommen. Interessierte können mit Markus Schwab unter der Mobiltelefon-Nummer 0179/9733963 oder per E-Mail markus.schwab@neues-theater-mering.de Kontakt aufnehmen.


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