Marcel Eberhardinger

Ein Tierasyl oder Gnadenhof in der Umgebung von Mering

Mering (hesep) | Im August 2018 gründeten Mike und Charlotte Cannaday das „Tierparlament e. V. – Im Namen aller Tiere“. Ihre neuesten Ideen sind ein Wohnprojekt für alte und behinderte Menschen mit Tieren und ein Tierasyl/Gnadenhof.

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Mike und Charlotte Cannaday suchen in der Umgebung von Mering ein Gelände für ein Tierasyl und Gnadenhof. Foto: hesep

Mike und Charlotte Cannaday suchen in der Umgebung von Mering ein Gelände für ein Tierasyl und Gnadenhof. Foto: hesep

Die Hunde Sokrates und Flora sind in Mering bei vielen Passanten bekannt und beliebt, denn sie sind immer in der Nähe ihrer Besitzer, Mike und Charlotte Cannaday. Das Ehepaar gründete am 18. August 2018 den gemeinnützigen Tierschutzverein „Tierparlament e. V.- Im Namen aller Tiere“ mit 40 Mitgliedern, den sie sie als gewählter Vorstand leiten. Für ihr neues Vorhaben, ein Tierasyl, Gnadenhof oder Tierheim in Mering oder Umgebung suchen sie ein geeignetes Gelände mit Gebäude zum Mieten oder Pachten, um Tieren vor Ort ein würdevolles Leben und ein liebevolles Zuhause möglich zu machen. Es könnte ein Bauernhof, Resthof, Stallung oder ein altes Fabrikgelände mit einer Halle oder ein umzäuntes Gelände mit einer Scheune und Wasser-/Stromanschluss sein. Ideal wäre es, wenn noch ein wenig Baumbestand auf dem Grundstück ist.
 
Sokrates und Flora, zwei Straßenhunde aus Griechenland, wo Mike Cannaday einen kleinen Shelter - das ist ein privates Tierheim - mit ausgebaut, sich dort handwerklich betätigt und den Ausbau finanziert hat, haben bei Charlotte und Mike Cannaday ein Zuhause gefunden. Auch drei Katzen aus Minsk, Casablanca und Hamburg, denen es nicht gut ging, leben bei ihnen. Schon seit frühester Kindheit hatten sie Tiere im Haus und leben seit 30 Jahren vegetarisch oder vegan. Mike Cannaday ist ein ausgebildeter Tierschutzlehrer und befindet sich in der Ausbildung zum Tierheilpraktiker. Die Mitglieder des Vereins sind aus Mering, Merching, Fürstenfeldbruck, Augsburg und München. Im Meringer GebrauchtwarenKaufhaus in der Münchner Straße befindet sich die Sammelstelle für Tierfutter und Equipment sowie eine Spendenbox für Tierarztkosten, Sterilisationen und Futter.
 
Die Ziele des Vereins sind vielfältig: Tierschutz soll aktiv gefördert und bekannt gemacht werden, z. B. durch Stände beim Marktsonntag oder beim Weihnachtsmarkt. Bei Vorträgen in Schulen und Kindergärten möchte Mike Cannaday den Kindern und Jugendlichen unter anderem die Frage stellen, warum in Deutschland Tiere rechtlich immer noch als Sachen betrachtet werden. Er könnte sich auch Führungen im Wald vorstellen, die er auf Spendenbasis vorbereiten würde. Der Verein hilft bei der Vermittlung von Tieren, berät über Haltung und gibt Unterstützung bei der Ausstattung. Er arbeitet mit Tierschutzorganisationen, Tierheimen und Tierärzten zusammen.
 
Ein weiteres Projekt, das sich die beiden Vorsitzenden überlegt haben, wäre ein Wohnprojekt mit Senioren, Behinderten und Tieren. „Jeder Bewohner bekäme von uns fest ein Tier zur Betreuung zugewiesen“, verraten sie. Auch hierfür bräuchten sie das passende Gebäude, um die Idee verwirklichen zu können. Tiere spielen gerade für Senioren eine beruhigende Rolle und tragen dazu bei, ihnen wieder Freude und eine erfüllende Aufgabe zu geben.
 
Info: Wer ein geeignetes Gebäude oder Gelände für die beiden Projekte weiß oder Mitglied im Tierparlament e. V. werden möchte, kann sich unter 0152 094 197 95 oder der E-Mail-Adresse Tierparlament.ev@yahoo.com an Mike und Charlotte Cannaday wenden. Sach- und Geldspenden werden donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr in der Münchener Str. 5 in Mering entgegengenommen. Das Spendenkonto des Vereins lautet DE28 7002 2200 0020 4095 09, BIC FDDODEMMXXX. Auch ein Vereinsheim in Mering wird gesucht.


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