Ponke Urban

Eine musikalische Reise an geheimnisvolle Orte

Mering (hesep) | Nachwuchs- und Jugendorchester der Kolpingkapelle zeigen bei neuen und bekannten Werken außerordentliche Leistungen. Die kleinsten Musiker von RunduMusik bringen mit drei Liedern den Frühling nach Mering.

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Großartige Leistungen, die ihre Förderung durch die Marktgemeinde wert ist, zeigten das Nachwuchs- und Jugendorchester der Kolpingkapelle Mering bei ihrem Frühlingskonzert in der vollbesetzten Ambérieuhalle. Der langanhaltende Applaus des Publikums zeigte den Musikern, dass die ausgewählten Stücke gut ankamen, und sie gaben noch mehrere Zugaben zum Besten.
 
Klaus-Dieter Ruf freute sich über die vielen Besucher, die bei Ausflügen an geheimnisvolle Orte ihre Phantasie beflügeln lassen wollten und hieß den Bezirksvorsitzenden des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes Hans Rabl willkommen. Er überreichte einen Scheck und durfte die Urkunden für die bestandene D1-Prüfung an acht junge Nachwuchsmusiker aushändigen: Damian Baier, Valentin Eckert, Matthias Hieke, Emma Mering, Sophia Kistler, Emily Knoch, Johanna Schmidt und Johanna Enzensberger. Letztere hatte sogar die Traumnote 1,1 erreicht.
 
Das Nachwuchsorchester unter Leitung von Petra Paul ist das jüngste Orchester, das es bisher gab, in dem schon Kinder ab 8 Jahren dabei sind. Bei intensiven und anstrengenden Proben hatten sie sich vor einer Woche gut vorbereitet und präsentierten zuerst drei unbekannte, moderne Werke. „Call to the heroes“ erinnerte an die heldenhaften Taten der Ersthelfer beim Anschlag des 11. September 2001 und soll auch eine Hommage an alltägliche Helden sein. Sehnsuchtsvolle Melodien und originelle Schlagzeug-Effekte erlebten die Zuhörer bei „Aztalan – City of Mystery“ von Michael Sweeney. In die Welt der Geister, Kobolde und Hexen entführte sie die spannende Suite „Ghosts, Goblins and Witches“ mit geheimnisvollen Zischlauten und lauten Überraschungsmomenten. Bevor die jungen Nachwuchstalente mit den herausfordernden Werken „Highlights from Harry Potter“, „Phantom der Oper“ und „Star Wars“ ihre Aufführung beendeten, kamen die jüngsten Musiker der Gruppe „RunduMusik“ unter Leitung von Petra Stangl auf die Bühne. Mit Harmonicas und Gesang brachten die 6- bis 8-jährigen durch bekannte Kinderlieder den Frühling in die Halle.
 
Unter Leitung von Andreas Bolleininger musizierte das große Jugendorchester. Zuerst präsentierte es die zwei Werke, mit denen es am 25. Mai beim Jugendblasorchesterwettbewerb in Kaufbeuren antritt: „Contrasts of Life“,das die verschiedenen Charakterzüge und Phasen eines Menschen musikalisch darstellt, und „Curiosity- the Voice from the Red Planet“, in dem der Komponist die Nachrichten vom Marsgefährt zur Erde musikalisch umsetzte. Die Phänomene „Regen, Donner, Erdbeben“ erlebte das Publikum beim „Earth Dance“, bei dem die Musiker nicht nur auf ihren Instrumenten spielen, sondern auch mit den Fingern schnipsen und auf die Knie klatschen mussten. Ihr außergewöhnliches Talent auf der Querflöte zeigte Johanna Hartung als Solistin bei Astor Piazollas „Oblivion“. Kopf ausschalten und das Stück in Tango-Nuevo-Manier genießen, empfahl die Moderatorin. „Den Fluch der Karibik“ dirigierte Andreas Bolleininger mit einem Piratenhut. „Mit Sambiando“ enführte er die Zuhörer in die lateinamerikanische Welt. Dass seine Musiker auch anspruchsvolle Stücke beherrschen, bewies das Orchester mit „September“ von Earth, Wind and Fire“ und Michael Jacksons „Thriller“, bei dem nochmals die Mitglieder des Nachwuchsorchesters mitwirkten.
 
Am 12. Mai findet um 11:15 Uhr die Muttertags-Matinee unter Leitung von Philipp Kufner in der Meringer Mehrzweckhalle statt.


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