Marcel Eberhardinger

Kinderhände toben sich auf den Wänden des alten Gemeindehauses aus

Bilder
Die sechsjährige Sonja und der zweijährige Tom hatten großen Spaß beim Bemalen des Gemeindehauses: Sie entschieden sich für einen Gruselbaum und eine Wiese, verrieten sie. Foto: hesep

Die sechsjährige Sonja und der zweijährige Tom hatten großen Spaß beim Bemalen des Gemeindehauses: Sie entschieden sich für einen Gruselbaum und eine Wiese, verrieten sie. Foto: hesep

(hesep) | Der Abriss des Gemeindehauses St. Johannes Mering ist für Mai geplant. Der Neubau soll ein Jahr später fertig sein.
20 Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren hatten riesigen Spaß, als sie die Wände des Gemeindehauses von St. Johannes in Mering bemalen durften. Ein Gruselbaum, eine dunkelgrüne Wiese, ein Grabstein mit Kreuz, aber auch leuchtendgelbe Sonnenblumen erstrahlten an den Wänden, als die Malaktion nach 90 Minuten zu Ende war.
Die Jugendlichen gestalten die Kellerräume bei ihrer Party. Jessica Bader aus dem Team der Minikirche, das Pfarrerin Marion Sichert leitet, hatte im Januar die Idee, dass Kinder vor dem Abriss des Gemeindehauses die Wände bunt gestalten könnten. Der Kirchenvorstand war begeistert und beschloss, die Malaktion anzubieten, denn Farben waren noch vorrätig. Marion Sichert wies die Kinder vor dem Start darauf hin, dass sie daheim keinesfalls die Wände bemalen dürften. Die sechsjährige Sonja und ihr zweijähriger Freund Tom malten an der großen Wand einen Gruselbaum und eine Wiese, Pauline brachte die seitliche Wand mit ihren leuchtendgelben Sonnenblumen zum Strahlen.
 
Die Aktion war sowohl im Religionsunterricht der Grundschulen als auch im Kindergottesdienst angekündigt worden. Der Neubau des Gemeindehauses der evangelischen St.-Johanneskirche rückt näher. Im Januar 2017 konnten sich die Bürger über den Siegerentwurf der Münchner Architekten Stefan Köppel und Christoph Grill in der Bücherei Mering informieren. Ein großzügiger Vorplatz vor der Kirche, die frei und unverändert stehenbleibt, wird viel Platz für Feste bieten. Der Saal wird geschwenkt sein, wodurch sich eine Schräge und Bewegung ergibt. Das Gemeindehaus wird eine Größe von 112 Quadratmetern haben und Platz für 80 Personen bieten. Der Saal, über dem ein Satteldach vorgesehen ist, kann durch eine Trennwand geteilt werden. Über das Foyer ist die Küche erreichbar, es sind ein Gruppenraum und mehrere Lagerräume, auch für Stühle, vorgesehen. Der Neubau ist behindertengerecht geplant und sieht mehrere und größere Toilettenräume vor.
 
Der Abriss des Gemeindehauses ist für die erste Maiwoche vorgesehen. „Das Landratsamt stellt uns die Baugenehmigung für Mitte Mai in Aussicht. Nach etwa einem Jahr könnte der Neubau dann stehen“, berichtete Pfarrerin Marion Sichert, die seit etwa einem Monat wieder mit 30 Wochenstunden aus dem Erziehungsurlaub zurückkehrte. Leiterin des Pfarramtes Mering ist nach wie vor Carola Wagner. Als Ausweichplatz wurden der evangelischen Pfarrgemeinde Räume im Papst-Johannes-Haus angeboten: der Mittagstisch, die Senioren, die verschiedenen Gruppen und die Pfadpfinder werden bis Mitte 2019 dort untergebracht sein, so Sichert. Der Gospelchor unter Leitung von Fabian Schäfer und der Kirchenchor von Monika Nees werden in der Kirche proben. Das Frauenfrühstück, das im März und im November stattfindet, hat in Merching einen Platz gefunden.
Da die Baukosten des neuen Gemeindehauses noch nicht vollständig gedeckt sind, würde sich die evangelische St.-Johanneskirche über Spenden in jeglicher Form und Größe freuen, sagte Marion Sichert. Spendenbescheinigungen werden erteilt, die Bankverbindung stehe auf der Homepage des Fördervereins St. Johannes Mering unter www.fv-stjohannes-mering.de.



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