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Meringerzeller Straße nach fast einjähriger Sperrung wieder eröffnet

Mering (hesep) | Die Anwohner sind erleichtert, dass der Lärm nun endlich vorbei ist. Sie äußern aber auch Bedenken, ob die Autofahrer die Schilder „Zone 30“ beachten und die neue Straße nicht als Rennstrecke nutzen werden.

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Mering (hesep) | Die Anwohner sind erleichtert, dass der Lärm nun endlich vorbei ist. Sie äußern aber auch Bedenken, ob die Autofahrer die Schilder „Zone 30“ beachten und die neue Straße nicht als Rennstrecke nutzen werden.
„Das erste Schild „30“ wird von einer Hecke und einem Baum etwas verdeckt, so dass es der ein oder andere Autofahrer übersehen könnte“, befürchtet eine Anwohnerin. Sie schlägt vor, dass die Polizei die Geschwindigkeit öfter kontrollieren solle, denn die Straße wird von Kindern auf dem Weg zur Schule, von Senioren des betreuten Wohnens und auch von Besuchern des Friedhofs benutzt. Viele Autos würden mit mehr als 50 km/h durchfahren, habe sie beobachten können.
Im Mai 2017 begannen die Renovierungsarbeiten in der Meringerzeller Straße mit leichter Verspätung. Durch die Wintermonate, in denen nicht gearbeitet werden konnte, zogen sie sich bis Mitte April hin. In dieser Zeit hatten die Anwohner nur wenige Parkmöglichkeiten, mussten lange suchen und auch viele Umwege in Kauf nehmen, um zum Einkaufen zu fahren.
Am Montag, den 30. April war es um 17 Uhr endlich soweit: Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler gab die Meringerzeller Straße offiziell für den Verkehr frei. Er bedankte sich bei den beteiligten Firma. Noch am Morgen hätte ihn ein besorgter Bürger angerufen, dass die Straße noch ganz schmutzig sei. „Ein Stück weit konnten wir sie reinigen, aber leider nicht ganz, weil unsere Kehrmaschine kaputtgegangen ist“, entschuldigte sich Kandler bei den Gästen der Eröffnungsfeier. Die Bauzeit sei auf sieben Monate geplant gewesen, habe sich aber durch einen verspäteten Beginn wegen eines noch nicht erledigten Auftrages und durch den Frost im Winter etwas in die Länge gezogen, sagte er. Die Kosten kamen für eine Länge von 300 Meter inklusive Kanal, Wasser und Beleuchtung auf 1.356.000 Euro, wovon der reine Straßenbau 700.000 Euro betrug. Als die Arbeiten begannen, gab es noch die Straßenausbausatzung, die Gemeinde Mering erhielt jedoch die Anweisung der Staatsregierung, keinen Gebrauch mehr davon zu machen. „Die Änderung gehe jedoch zu Lasten der Kommunen und Bürger für Maßnahmen, die vor dem 1. Januar liegen“, bedauerte der Bürgermeister. Da die betroffenen Bürger bereits Vorauszahlungen in Höhe von 220.000 Euro geleistet haben, ist es jetzt die Aufgabe des Marktgemeinderates, darüber abzustimmen, ob diese wieder zurückerstattet werden sollen. Wenn das der Fall ist, dann müssten die Rückzahlungen auf zwei bis drei Jahre gestreckt werden, so Kandler. Symbolisch durchschnitt er die Sperre der Straße und lud die Bürger als kleine Entschädigung für die langen Unannehmlichkeiten zu einem Büffet ein. Es gab Sekt, weitere Getränke und vegetarische Häppchen, wie Gemüse-Quiche, Zucchini-Küchlein und andere leckere Spezialitäten.