Ponke Urban

Miniclowns eifern Kunstturnerinnen nach

Mering (ike) | „Eine Klasse Show! Man merkt einfach, dass sich hier alle zusammen in einer großen Turnfamilie engagieren“, so lautete das Lob eines begeisterten Zuschauers.

Bilder

Bei der Turnshow begeistern neben fünf Wettkampfgruppen schon die Kleinsten im TSC Mering das Publikum mit ihrem Können
 
Enorm viel Publikum hatte die Turnshow des Turn- und Stemmclubs (TSC) Mering. Jährlich kommen immer mehr Gruppen dazu und entsprechend steigt auch die Zuschauerzahl. Viel Applaus gab es von den Rängen der Eduard-Ettensberger Halle für die zehn Darbeitungen der unterschiedlichen Gruppen.
 
Winkend und farbige Tücher schwenkend zogen die kleinsten Turner in die-Halle ein. Als Clowns geschminkt boten die Zwei- bis Sechsjährigen ein fröhlich-buntes Bild und erfreuten mit ihrer Unbekümmertheit. Das erste Mal im Rampenlicht und schauen, wie die anderen es machen, so beginnt eine Turnerkarriere. Dann hieß es Vorhang auf für die „Pink Lights“. Zwischen sechs und zehn Jahren wird der Anspruch schon größer. Und so zeigten die Mädchen der Basisgruppen dem staunenden Publikum, was sie mit Kraft und Koordination schon an den Geräten leisten können. Mit der körperlichen Fähigkeit steigt bei vielen auch der Ehrgeiz. Darum wurde im TSC in diesem Jahr die fünfte Wettkampfgruppe für das Alter von sechs bis acht Jahren gegründet.
 
Als Elefanten stapften diese Turnmädels auf die Bühne. Doch ruckzuck waren Ohren und Rüssel abgeworfen, denn die störten bei Überschlägen und Holmsprüngen am Barren. Das aufregende Dschungelabenteuer bei der Turnshow war gleichzeitig die Bewährungsprobe für den ersten Gauwettkampf, der nach knapp einem Jahr Training im Frühjahr ansteht.
 
Ganz in ihrem Element waren die Mädchen der Wettkampfgruppe 4 im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Im Programmpunkt „Elements“ absolvierten sie mit einer scheinbaren Leichtigkeit den Felgumschwung am Reck oder einen Kopfstand auf der Matte ohne aus dem Rhythmus zu kommen. Ihre Trainerin Margit Mächtle, die zudem als Moderatorin sympathisch durch die gesamte Turnshow führte, kann stolz auf ihre Truppe sein.
 
Im Nu war Halbzeit des mitreißenden Showprogramms und damit gab es die Möglichkeit, mit dem Erwerb von Essen und Getränken die Vereinskasse aufzufüllen. Unter dem Motto „Ohne Knete keine Geräte“ warb der TSC für die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung einer Aufpolsterung des Schwebebalkens. Wie eifrig dieses Gerät von allen Turngruppen genutzt wird, zeigte die Fortführung der Turnshow. Bei ihrem Programmpunkt „Jump and Balance“ bewies die Wettkampfgruppe 3 mit den Mädels im Alter von 13 bis 15 Jahren ordentliches Tempo am Trampolin und eine hohe Konzentration auf dem Schwebebalken. Ihre großen Vorbilder sind die erfolgreichen Mädchen der Wettkampfgruppe 1.
 
Normalerweise stellen sich diese Kunstturnerinnen dem gestrengen Auge der Kampfrichter. Denn seit drei Jahren sind sie auch auf Wettkämpfen der Bayernliga. Ihre ausgewählten Kürübungen am Showabend waren für sie eher „chilliges“ Vergnügen, für die Zuschauer jedoch hohe Kunst. Dass es in den Übungsstunden trotz des beachtlichen Niveaus nicht immer bierernst zugeht, davon erzählte der Programmpunkt Blah Blah Blah, den sich die Mädchen selbst ausgedachten. Was wäre wenn die Übungsleiterinnen einfach mal gefesselt in der Ecke sitzen müssten? Spartenleiterin Ingrid Martin und Sonja Wolf sind die Trainerinnen der erfolgreichen Mädchenmannschaft. Angefangen haben sie vor zwölf Jahren als Begleiter ihrer Kinder beim Mutter-Kind-Turnen, machten dann den Übungsleiterschein und lernten genauso dazu wie die Turnerinnen. Mit der selbst erarbeiteten Choreographie zur „Fluch der Karibik“ begeisterten sie bereits mehrfach das Publikum und die Piratenakrobatik der Wettkampfgruppen 1 und 2 war auch ein Höhepunkt des Showabends.
 
Über 120 Turnmädchen, viele langjährige Übungsleiter, Nachwuchsturnerinnen, die bereits in den Übungsstunden der Kleinen mit anpacken und unzählige Helfer. Das ist die gesamte Turnfamilie des TSC und sie macht den Erfolg der Turnsparte aus.



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