Ponke Urban

Mit Optimismus ins neue Jahr

Mering (ike) | Bereits zum 25. Mal kamen Kolpingkapelle und Böllerschützen in Merings Zentrum zusammen, um die schöne Tradition mit Böllern und Marschmusik aufrecht zu erhalten.

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Laut wurde es beim Neujahrsböllern der Meringer KK Schützen, die zusammen mit der Kolpingkapelle am Meringer Marktplatz das neue Jahr begrüßten. Foto: ike

Laut wurde es beim Neujahrsböllern der Meringer KK Schützen, die zusammen mit der Kolpingkapelle am Meringer Marktplatz das neue Jahr begrüßten. Foto: ike

Brauchtum: Böllerschützen und Kolpingkapelle begrüßen am Meringer Marktplatz das neue Jahr
 
Die Böllergruppe der KK Schützen besteht sogar schon fünf Jahre länger und mit Norbert Gold, Hans Bernhard und Martin Hirschberger nahmen auch drei der fünf Gründungsmitglieder vor dem Andechser Aufstellung. Elf von insgesamt 16 Böllerschützen fühlten sich nach der Silvesternacht schon wieder fit genug, um nach den Kommandos von Böllerkommandant Franz Eppeneder aus ihren Hand- und Schaftböllern Einzel- und Reihensalven abzufeuern.
 
Passend dazu eröffnete die Kolpingkapelle unter der Leitung von Philipp Kufner das Neujahrskonzert am Marktplatz mit dem Kitzbühler Standschützenmarsch. Auch wenn die Weltpolitik oft Sorgen bereite, sei es gut, voller Zuversicht ins neue Jahr zu blicken, ermunterte Hans-Dieter Kandler die anwesenden Besucher. „Ich bin jedenfalls ein unverbesserlicher Optimist“, betonte er. „Das Jahr liegt vor uns und es liegt an uns, was wir daraus machen“, zeigte er sich überzeugt. Allerdings lähme der immer größer werdende Formalismus zusehends Entscheidungsfindungen und Initiativen. „Ich sage da nur Datenschutzgrundverordnung“.
 
Dies gelte auch für die Bauvorhaben der Gemeinde. Was die Vision 2025 betreffe sei im vergangenen Jahr außer langen Diskussionen nicht viel passiert. „Aber vielleicht können wir in diesem Jahr die Früchte davon ernten“, hofft Kandler. Alles sei nun auf ein Realmaß zurückgestutzt worden. Den Meringern, die sich in beachtlicher Zahl zum Neujahrsanschießen am Marktplatz versammelt hatten, versprach er, dass man sich im Gemeinderat um eine vernünftige Lösung für die Verkehrssituation am Schulzentrum bemühen werde. „Die Böllerschützen künden Ereignisse an und wir wünschen, dass es 2019 mehr freudige als traurige sein werden“, sagte Böllerkommandant Franz Eppeneder in seinen Grußworten. „Aber beides gehört zum Leben“.
 
Ein Termin, auf den sich die Schützen auf jeden Fall freuen, ist der 7. September. Dann wird im Schützenheim das 30-jährige Bestehen der Böllerschützen gefeiert und alle Bürger sind zum Mitfeiern eingeladen. Eine Terminvorschau gab auch Klaus-Dieter Ruf als Vorsitzender der Kolpingkapelle in seiner Ansprache. Zusammen mit einer Gastkapelle aus Rüti im Kanton Zürich wird das Orchester am 13. Juli im Rahmen einer Sommerserenade im Lippgarten zu hören sein. Im Anschluss an das Standkonzert am Marktplatz machte sich die Kolpingkapelle in mehreren Gruppen zur nachmittäglichen Runde durch den Ort auf. An bis zu 15 Stationen werden Ständchen gespielt und dabei auch das ein oder andere spendierte Schnäpschen getrunken. „Es kommt auf die Verfassung vom Vortag an, ob wir Musiker das gut durchhalten oder nicht“, erklärte Musiker Johannes Steinhart augenzwinkernd. „Für uns ist dieser Neujahrsauftakt mit seinen Spenden jedenfalls eine wichtige finanzielle Grundlage für unsere musikalische Arbeit“.


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