Marcel Eberhardinger

Behördensatellit in Aichach

Aichach (drxp) | ) Zeit und Geld sparen können Pendler mit dem künftigen Behördensatelliten des Freistaates am Standort Aichach. Er wird im Rahmen eines Pilotprojektes in einem Neubau in der Bahnhofstraße auf Höhe des Kreisverkehrs sein.

Bilder
Aichach ist einer von fünf Standorten, an denen der Freistaat Bayern Behördensatelliten einrichtet. Über die Unterzeichnung des Mietvertrages freuten sich (von links) Landrat Klaus Metzger, Jelena Scharff, Leiterin der Regionalvertretung Augsburg Immobilien Bayern, Heimatminister Albert Füracker, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Peter Mannweiler von Mannweiler-Immobilien, und Bürgermeister Klaus Habermann. Foto: drxp

Aichach ist einer von fünf Standorten, an denen der Freistaat Bayern Behördensatelliten einrichtet. Über die Unterzeichnung des Mietvertrages freuten sich (von links) Landrat Klaus Metzger, Jelena Scharff, Leiterin der Regionalvertretung Augsburg Immobilien Bayern, Heimatminister Albert Füracker, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Peter Mannweiler von Mannweiler-Immobilien, und Bürgermeister Klaus Habermann. Foto: drxp

Foto: Gerlinde Drexler

Das Ziel sei es, die Räume noch heuer beziehen zu können, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Unterzeichnung des Mietvertrages im Landratsamt. 20 Arbeitsplätze sind vorgesehen, die Mitarbeiter des Freistaates aus dem Landkreis und der Umgebung tageweise nutzen können und sich so die Fahrt nach München ersparen.
 
„Eine gute Sache“, fand Landrat Klaus Metzger. Er hatte bereits im Oktober 2018 von den Plänen des Freistaates erfahren, nach denen Aichach einer von fünf Standorten ist, an denen im Rahmen eines Pilotprojektes ein Behördensatellit eingerichtet werden soll. Die Wahl traf der Freistaat mithilfe eines Kriterienkataloges. Die Satelliten sollten außerhalb des Ballungsraumes, in dem Fall München, und vor Staupunkten liegen. Beides trifft auf Aichach zu. Mit dem Satelliten sollen Mitarbeiter des Freistaates die Möglichkeit haben, sich in der Nähe der Wohnung an das Behördennetz andocken zu können, so Füracker. Der Finanz- und Heimatminister betonte: „Es ist eine innovative Form der Zusammenarbeit, aber keine eigene Dienststelle.“ Die 20 Arbeitsplätze würden professionell eingerichtet sein und seien für Pendler gedacht, die weiter als 50 Kilometer in die Arbeit haben.
 
Aichach ist nach Altötting der zweite Standort, an dem ein Mietvertrag für einen Behördensatelliten unterzeichnet wurde. Als weitere Standorte sind Bad Aibling, Landsberg am Lech und Schwandorf vorgesehen.
 
Der Minister sagte: „Aichach ist ein perfekter Standort, keine Frage.“ Das Wittelsbacher Land sei einer der Landkreise mit einem überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstum und einer relativ langen Pendelzeit nach München. Der Aichacher Standort könne von vielen Beschäftigten genutzt werden, war sich Füracker sicher.
 
Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko (CSU), der sich im Landtag für den Standort Aichach eingesetzt hatte, freute sich über die zentrale Lage des Satelliten. Der Standort sei doppelt nachhaltig. Zum einen, weil er in Bahnhofsnähe liegt, wo die Paartalbahn Augsburg und Ingolstadt verbindet. Zum anderen, weil der Neubau ein energieautarkes Gebäude in Holzbauweise sein wird. Der Neubau liegt zentral, also nah beim Bahnhof und der Innenstadt und verfügt über ausreichend Parkplätze.
 
Bürgermeister Klaus Habermann sagte zum Standort: „Der Neubau ist eine gute Lösung, die Lage ist optimal und es gibt eine gute Verkehrsanbindung.“ Er sei ein Stück weit stolz darauf, dass Aichach Standort eines Behördensatelliten sei, so der Bürgermeister. Er ist schon gespannt, ob das Projekt Schule machen wird.
 
Noch handelt es sich bei dem Behördensatellit um ein Pilotprojekt des Freistaates. Der Minister versicherte: „Wir sind gewillt, das auf die Dauer fortzuführen, wenn das Ganze sich bewährt.“


UNTERNEHMEN DER REGION