Ponke Urban

Für ein faires Miteinander

Dasing (gmp) | Mit großer Freude begrüßten Bauernvernbands-Kreisobmann Reinhard Herb und Kreisbäuerin Sabine Asum die Ortsbäuerinnen und –obmänner aus dem Landkreis im Dasinger Bauernmarkt. Es habe mit Wertschätzung der ganzjährig geleisteten Verbandsarbeit zu tun, dass der Bayerische Bauernverband (BBV) alle zwei Jahre zum Neujahrsempfang einlade, sagte Herb. Es zeuge ebenfalls von Wertschätzung, dass so viele Landwirte der Einladung auch gefolgt seien. Der Saal war voll besetzt.

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Von links: stv. Kreisobmann Martin Schmid, Bauernvernbands-Kreisobmann Reinhard Herb, Kreisbäuerin Sabine Asum, Bezirksbäuerin Christane Ade, stv. Kreisbäuerin Stefanie Kopold-Keis, Bezirkspräsident Alfred Enderle. Foto: gmp

Von links: stv. Kreisobmann Martin Schmid, Bauernvernbands-Kreisobmann Reinhard Herb, Kreisbäuerin Sabine Asum, Bezirksbäuerin Christane Ade, stv. Kreisbäuerin Stefanie Kopold-Keis, Bezirkspräsident Alfred Enderle. Foto: gmp

Das Thema „Wertschätzung“ zog sich durch den ganzen Abend. Der Verbraucher lasse diese oft vermissen, beklagten Herb und Asum. Ein weiteres Thema war das Jubiläum des Bauernverbandes, der vor genau 75 Jahren gegründet worden war. Zur Gründung in der Nachkriegszeit herrschte Hunger und das Volk hatte nur ein Problem, nämlich irgendwie satt zu werden. Heutzutage mache die Landwirtschaft 80 Millionen Menschen mehr als satt, und es gebe Probleme und Forderungen, von denen vor Jahrzehnten niemand etwas geahnt habe. „Natürlich wollen wir die Bienen retten“, sagte Asum, übte aber einmal mehr deutliche Kritik am Volksbegehren im vergangenen Jahr. Es sei als Dialog geplant gewesen, dann aber aus dem Ruder gelaufen. Es sei unfair, die Schuldigen nur in der Landwirtschaft zu suchen: „Verur­sacht haben das Artensterben alle!“ Sie kritisierte die Einstellung, ich gehe mal schnell unterschreiben, es wird sich dann schon irgendwer darum kümmern. Es sei auch leicht, 30 Prozent Bio-Landwirtschaft zu fordern, aber: „Der Verbraucher muss die Ware dann auch kaufen.“ Herb fügte an: „Für alle, die sich Bio-Produkte nicht leisten können, müssen wir auch konventionell produzieren.“ Er plädierte für ein faires Nebeneinader von bio und konventionell. Sachliche, nicht ideologische Dialoge brauche man. Der größte Wunsch von Herb und Asum für das gerade begonnene Jahr war klar: „dass die Arbeit aller Landwirte wertgeschätzt wird.“ Ehrengäste auf dem Empfang waren die Bezirksbäuerin Christane Ade und Bezirkspräsident Alfred Enderle. Beide trugen einen Abriss der 75-jährigen Geschichte des BBV vor. Es habe sich viel geändert in der langen Zeit, aber die zur Gründung veröffentlichte Proklamation sei bis heute in weiten Teilen aktuell, unter anderem die Forderung, den ländlichen Raum auch in Zukunft attraktiv und lebenswert zu erhalten. Der stellvertretende Kreis­obmann Martin Schmid und die stellvertretende Kreisbäuerin Stefanie Kopold-Keis verabschiedeten die Gäste mit der Aufforderung, mit Interesse die Herausforderungen anzunehmen, Freundschaften zu pflegen und Netzwerke aufzubauen. Die musikalische Gestaltung übernahm der Wittelsbacher Landfrauenchor unter der Leitung von Rupert Reitberger.


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