Marcel Eberhardinger

Das Volksbegehren war nur der erste Schritt

Kissing (gmp) | Was können wir alle, die Landwirte, aber auch die Politiker und die Bürger jetzt tun? Diese Frage stellten Wolfhard von Thienen und Constanze von Tucher, die Sprecher des Volksbegehrens „Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ im Landkreis auf einem Seminar in Kissing.

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Wolfhard von Thienen und Constanze von Tucher, die Sprecher des Volksbegehrens „Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ leiteten das Seminar. Foto: gmp

Wolfhard von Thienen und Constanze von Tucher, die Sprecher des Volksbegehrens „Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ leiteten das Seminar. Foto: gmp

Dieses Volksbegehren war im vergangenen Jahr ein großer Erfolg gewesen. Im Landkreis hatten sich fast 20 Prozent der Wahlberechtigten eingetragen. Die Staatsregierung und der Bayerische Landtag haben das bayerische Naturschutzgesetz um die vom Volksbegehren geforderten Maßnahmen inzwischen ergänzt und angepasst.
 
„Gesetze zu verabschieden ist nur der erste Schritt, jetzt geht es darum, die geforderten Maßnahmen auch umzusetzen und allen Beteiligten die notwendigen Informationen und Handlungshilfen an die Hand zu geben“ sagte der Biologe Wolfhard von Thienen. Er fasste die Forderungen des Volksbegehrens und damit des neuen Naturschutzgesetzes zusammen. Da wären unter anderem ökologischer Landbau auf 30 Prozent der Flächen, das Verbot von Pestiziden in geschützten Bereichen, das Stoppen der Lichtverschmutzung, das Nicht-Bewirtschaften von Gewässerrandstreifen oder Straßenbegleitgrün.
 
Im Seminar sollten Maßnahmen erarbeitet werden, die jeder Einzelne oder auch Organisationen ergreifen kann. „Es reicht nicht, zu unterschreiben und abzuwarten, was passiert“, so die Sprecher. Die regional zusammengestellten Arbeitsgruppen erarbeiteten Vorschläge, die in ihrer Gemeinde oder auch überregional umgesetzt werden sollten. Die einzelnen Bürger sollten im eigenen Garten anfangen und Wildblumen zulassen, Obstbäume pflanzen und Insektenhotels aufstellen. Wenn alle vermehrt Bio-Produkte kaufen, falle die Erweiterung auf 30 Prozent Öko-Landbau nicht schwer. Weiter sollten die Bürger ökologisch begründete Anträge an ihre Gemeindeparlamente stellen, unter anderem, in Schulmensen biologische Lebensmittel anzubieten. Die Anwesenden machten Vorschläge zu besonderen Projekten und Informationsveranstaltungen.


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