Ponke Urban

Hofer Kipferlmarkt - genießen und dabei Gutes tun

Hofhegnenberg/Kissing (gmp) | Der diesjährige Hofer Kipferlmarkt war wieder mal ein Riesenerfolg. An zwei Tagen drängten sich hunderte von Besuchern im Schlosshof von Hofhegnenberg.

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Nach Herzenslust einkaufen – nicht für alle Familien geht das. Hofhegnenbergs Schlossherr Dr. Peter Löw (2. von rechts), seine Frau Clara (2. von links) und Schlossverwalter Hans-Peter Scholz (Mitte) ermöglichten bedürftigen Familien aus der Umgebung einen Großeinkauf mit dem Erlös ihrer Stände auf dem Hofer Kipferlmarkt Foto: gmp

Nach Herzenslust einkaufen – nicht für alle Familien geht das. Hofhegnenbergs Schlossherr Dr. Peter Löw (2. von rechts), seine Frau Clara (2. von links) und Schlossverwalter Hans-Peter Scholz (Mitte) ermöglichten bedürftigen Familien aus der Umgebung einen Großeinkauf mit dem Erlös ihrer Stände auf dem Hofer Kipferlmarkt Foto: gmp

Genießen und dabei Gutes tun, das ließen sich die Leute nicht zweimal sagen. Es hatte ja auch alles bestens geschmeckt. Alle Einnahmen gingen an wohltätige Zwecke. Vor dem Stand des Schlossherren Dr. Peter Löw und seiner Frau Clara bildeten sich lange Schlangen, denn alle wussten schon aus früheren Jahren, dass die Getränke dort von bester Qualität sind. Der selbst gemachte Glühwein und Eierlikör und das zusätzlich angebotene Olivenöl fanden so reißenden Absatz, dass es am Ende nicht einmal für alle reichte. Entsprechend hoch war auch der Erlös. 4600 Euro, etwa 50 Prozent mehr als in früheren Jahren, ist heuer zusammengekommen. Mit einem Teil des Geldes ist der Schlossherr mit bedürftigen Familien aus der Umgebung zum Einkaufen gegangen. Den Kontakt hatte Löw über Ingrid Engstle von der Meringer Tafel hergestellt. Im Kissinger V-Markt, wo es von Lebensmitteln über Kleidung bis zu Elektrogeräten alles gibt, durften die Familien einmal nach Herzenslust auswählen. 2600 Euro durften sie zusammen dafür ausgeben. Die restlichen 2000 Euro hält Löw für denselben Zweck noch zurück.
 
Einigen schossen gleich die Tränen in die Augen, als sie den Betrag hörten, der gleich für sie ausgegeben werden sollte. Löw, seine Frau und Schlossverwalter Hans-Peter Scholz begleiteten den Einkauf auch dieses Mal. Die Familien wählten aus und Löw bezahlte. Zum einen geht es ihm um den persönlichen Kontakt, zum anderen hat der gelernte Jurist eine Gesetzeslücke entdeckt. Würde er den Familien das Geld geben, würde es auf die Hartz-IV-Leistungen angerechnet. So geht der Spender mit, bezahlt und schenkt die Ware danach den Leuten.
 
Die Einkaufswagen waren am Ende gut bepackt. Alle drei Familien hatten die Zutaten für ein opulentes Weihnachtsessen ausgewählt. Dazu standen warme Schuhe ganz oben auf den Einkaufslisten. Auch sonst wurden die Kinder reichlich bedacht. „Endlich kann ich mir für meine Kinder mal tolle Weihnachtsgeschenke leisten“, sagte die Mutter von fünf Kindern zwischen zwölf Wochen und elf Jahren.
 
Alles das ist nicht selbstverständlich, wenn das Geld mehr als knapp ist. Zum Schluss lag alles Gewünschte in den Einkaufswagen. Weihnachten kann kommen. Alle Familien bedankten sich mehrfach bei Löw und damit bei allen Besuchern des Hofer Kipferlmarktes.


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