Ponke Urban

Kissing zeigt Kulturförderpreise

Kissing (ike) | Mit der Kreativität junger Talente beschäftigt sich eine Ausstellung, die für zweimal zwei Wochen in Kissing gezeigt wird. Unter den Preisträgerin ist mit Anne-Sophie Henschen auch eine junge Kissingerin.

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Förderpreisträgerin Anna Maria Mayr unterhielt sich bei der Eröffnung der Ausstellung in der Raiffeisenbank gerne mit dem Publikum über ihr prämiertes Bild. Foto: ike

Förderpreisträgerin Anna Maria Mayr unterhielt sich bei der Eröffnung der Ausstellung in der Raiffeisenbank gerne mit dem Publikum über ihr prämiertes Bild. Foto: ike

Kissing zeigt Kulturförderpreise
 
Vom 10. bis 21. Februar ist die kleine Schau rund um den Förderpreis des Friedberger Rotary Clubs im Kissinger Rathaus zu sehen. Die Woche drauf und bis zum 6. März wird die „Junge Kunst“ dann im Foyer der Kissinger Raiffeisenbank-Geschäftsstelle ausgestellt. Wie kreativ Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren sein können, dies kann zu den Geschäftszeiten der Ausstellungsorte bestaunt werden. Ihren Anfang nahm die Ausstellung erstmals anlässlich des bereits in Mering ausgelobten Kulturförderpreises im dortigen Raiffeisenbankgebäude. Das Geldinstitut ist der Partner der Friedberger Rotarier und hat für die nächsten zehn Jahr ein jährliches Preisgeld von 5000 Euro zugesagt. Die feierliche Siegerehrung fand bereits im November im Friedberger Schloss statt. Nun hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich die prämierten Arbeiten zu Gemüte zu führen und sich auch über die Beweggründe und Modalitäten der Preisausschreibung zu informieren. „Abseits des Sports bleiben uns die Hobbys junger Menschen oft verborgen“, erklärte Gisela Klaus bei der Ausstellungseröffnung. Dabei sei diese Art von Freizeitbeschäftigung für junge Menschen oft ein wertvoller Ausgleich zur Schule, weiß die langjährige Pädagogin. Inzwischen ist sie im Ruhestand und derzeit Präsidentin des Rotary Clubs in Friedberg. Dort machte man sich vor rund drei Jahren Gedanken, wie die Rota­rier ihr Grundprinzip des Engagements für die Gemeinschaft auch in der Region verstärkt zum Einsatz bringen könnten. Die Idee zur Auslobung eines jährlichen Kulturförderpreises in den Sparten Musik, Künstlerische Gestaltung und Literatur fand auch bei der Raiffeisenbank Kissing-Mering großen Anklang. „Verschiedene Aspekte haben uns bewogen, den Kulturförderpreis mit einem Preisgeld zu unterstützen“, erklärte Vorstand Peter Burnhauser. Der Wettbewerb sei ein leistungsfördernder Anreiz und der regionale Bezug durch die Teilnahmeberechtigung von Jugendlichen aus dem Kerngeschäftsgebiet gegeben. Zudem seien Investitionen in die Bildung junger Menschen besonders lohnend und zwar auch dann, wenn sich die Rendite nicht ökonomisch fassen lasse, betonte der Banker. Im Vordergrund stünden die persönlichen Früchte für jeden einzelnen, seine Talente bestmöglich zu entwickeln und im Idealfall für die Menschen der Umgebung Anregung und Freude zu vermitteln. Dies schafften vor allem die beiden jungen Gitarristen Jonathan Braun und Jacob Kramer, als sie die Ausstellungseröffnung in Mering mit fetziger klassischer Musik umrahmten. Die beiden 13- und 14-Jährigen sind Preisträger in der Sparte Musik und begeisterten ihr Publikum mit enormer Hingabe und Konzentration bei ihrem Vorspiel. Insgesamt wurden im November in Friedberg sechs junge Musiker prämiert, die sich zuvor mit einem Solostück in Form eines Audiofile beworben hatten. Die Namen der jungen Musiktalente finden sich in der Ausstellung genauso wie die Texte, mit denen sich die Literaturpreisträger die ersten Plätze sicherten. Die Vorgabe lautete einen Text zum Thema „Hinter der Türe“ zu verfassen und ausgezeichnet wurden vier junge Teilnehmer, die sich schriftstellerisch durch die Türe wagten. Franziska Wackerl aus Stätzling etwa, die eine junge Putzfrau durch den goldenen Vorhang im Putzmittelschrank hindurch in eine neue königliche Rolle geleitete. „Die Ausstellung macht sehr viel Spaß, und ich hoffe, sie ermutigt Schüler, sich in den nächsten Jahren mit Beiträgen zu bewerben“, zeigte sich Andrea Fischer begeistert. Die Rektorin der Meringer Luitpold-Grundschule folgte der Einladung der Rotarier, die an alle Schulen ging. „Unsere Grundschüler sind ja leider noch zu jung, denn eine Teilnahme ist erst für Schüler von 11 bis 17 Jahren vorgesehen. Aber auch ich stelle immer wieder mit Begeisterung fest, wie viel von ihrer Persönlichkeit unsere Schüler über ihre Kreativität ausdrücken können“. Ein gutes Beispiel dafür ist das expressionistische Bild der 17-jährigen Anna Marie Mayr aus Dasing. „Ich war an einem schwierigen Punkt auf meinem Weg, und das habe ich mit dem Pinsel auch ausgedrückt“, erklärte die jetzige Schülerin der Fachoberschule bei der Ausstellungseröffnung. Den ersten Preis im Bereich „Künstlerische Gestaltung“ holte die Kissingerin Anne-Sophie Henschen. Auf ihrem Bild teilt die imaginäre Straße eine Stadt in ein reiches und ein armes Viertel, wobei das Leben erkennbar im ärmeren Teil mehr pulsiert. „Eine geniale Idee“, lobt Rotary-Präsidentin Gisela Klaus.


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