Marcel Eberhardinger

Ehrenamt mit Herz

Mering (ike) | Aus dem Tagesgeschäft der Ambulanten, dem Meringer Förderverein zur Unterstützung ambulanter Dienstleistungen, erwuchs eine Betreuungsgruppe. Diese kümmert sich ehrenamtlich um Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. Geleitet wird sie von Rudi Herter.

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Rudi Herter (stehend) sowie Karl-Heinz Brunner (links) und Horst Hartmann sind für die Betreuungsgruppe der Ambulanten aktiv. 
 Foto: ike

Rudi Herter (stehend) sowie Karl-Heinz Brunner (links) und Horst Hartmann sind für die Betreuungsgruppe der Ambulanten aktiv. Foto: ike

Unter dem Dach der Ambulanten hat sich ein Betreuerkreis formiert, der noch Verstärkung sucht.
 
Sehen sich Angehörige nicht in der Lage, die Pflege eines Familienmitglieds zu übernehmen, dann ist nicht nur fachkundige Hilfe für eine kompetente Pflege gefragt. Auch rechtlichen Angelegenheiten wollen geregelt sein und dafür muss ein gesetzlicher Vertreter her. Ein automatisches Vertretungsrecht der Angehörigen gibt es nicht. Sollte man in gesunden Tagen nicht selbst durch eine Vorsorgevollmacht für diesen Fall vorgesorgt haben, muss ein rechtlicher Betreuer bestellt werden. Im Landkreis bestehen derzeit für rund eintausend Personen rechtliche Betreuungen. Ein Großteil davon wird von Familienangehörigen geführt. Aber auch Menschen, die weder verwandt noch verschwägert sind, übernehmen diese Aufgabe im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements. Nicht immer ist es jedoch möglich, einen ehrenamtlich tätigen Betreuer zu bestellen. In diesen Fällen wird die rechtliche Betreuung dann von Vereins- oder Berufsbetreuern übernommen. Das Thema ehrenamtliche Betreuung wurde in Mering bereits 2015 von Josef Gerner vom Bürgernetz aufgegriffen, das der Ambulanten als Kuratorium angegliedert ist.
 
Bei regelmäßigen Treffen findet ein Austausch zwischen den ehrenamtlich tätigen Betreuern statt. „Diese Tätigkeit ist uns eine Herzensangelegenheit“, betonen Rudi Herter und die beiden zweiten Vorsitzenden der Ambulanten, Karl-Heinz Brunner und Horst Hartmann. Im Unterschied zu Berufsbetreuern arbeiten die ehrenamtlichen Betreuer unentgeltlich und können lediglich eine jährliche Aufwandspauschale geltend machen. Die Gruppe bildet ein lokales Netzwerk, um aktuelle Fragen in Zusammenhang mit Betreuungsaufgaben zu diskutieren sowie Erfahrungen auszutauschen und weiterzugeben. „Unsere Treffen sind offen für ehrenamtliche Betreuer aus Mering und Umgebung sowie für Betreuer von Familienangehörigen.
 
Gerne können auch Interessierte an ehrenamtlichen Betreuerdiensten bei uns erste Informationen zum Betreuungsverfahren bekommen“. Bestellt werden die Betreuer vom Betreuungsgericht im Zusammenwirken mit der Betreuungsstelle im Landratsamt Aichach-Friedberg unter der Leitung von Gertrud Manlik-Thierauf. Hier erhalten die ehrenamtlichen Betreuer auch die notwendige Unterstützung, wenn sie fachliche Hilfe benötigen. Der dortige Arbeitskreis „Begegnen-Begleiten-Betreuen“ bietet am 30. 4. wieder einen Infoabend über Rechte und Pflichten von Betreuern und Bevollmächtigten sowie einmal jährlich, in diesem Jahr am 7.11., einen Informationstag für alle, die eine rechtliche Betreuung führen. „Unsere Betreuergruppe kann noch Verstärkung gebrauchen und wir versuchen, geeignete Menschen für die Übernahme einer Betreuung zu gewinnen.“, erklärt Rudi Herter. „Künftig streben wir vierteljährliche Treffen zum Erfahrungsaustausch an und wollen auch weitere thematische Vorträge bieten“. Ansprechpartner für weitere Informationen ist Rudolf Herter, Telefon 01573 251 3899, E-Mail Rudolf.Herter@die-ambulante-mering.de.


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