Ponke Urban

Ein Treffpunkt für Jung und Alt in Mering

Mering (hesep) | Zum letzten Mal eröffnete Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler den heimeligen und romantischen Weihnachtsmarkt im Ortszentrum. Viele Eltern kamen am Eröffnungstag mit ihren Kindern zum Marktplatz.

Bilder

Weihnachtsmarkt wieder voller Erfolg
 
Schon um 4 Uhr morgens ging für Maria Speck der Tag los. Bei ihr gab es nicht nur Flammkuchen in verschiedenen Variationen, sondern auch zwei Sorten Dampfnudeln. Es dauert mehrere Stunden, bis der Teig geknetet und die Zutaten geschnitten sind. Zum ersten Mal gab es am Weihnachtsmarkt aber auch Gulaschsuppe mit Krustenbrot bei der BRK Bereitschaft Mering. Bereits um 9 Uhr begann Christiane Stangl, die Suppe mit Rindfleisch, Kartoffeln, Paprika und Zwiebeln zu kochen. Sie wurde jeden Tag neu zubereitet. Von den Einnahmen werden Fortbildungen, Uniformen und der Zuschuss für die Sicherheitsschuhe der Mitglieder finanziert. Acht Tage, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, hatte der kleine, heimelige Weihnachtsmarkt am Marktplatz mit 20 Hütten zum Besuch eingeladen. Vor allem die Wochenenden waren für Familien mit kleinen Kindern interessant: sonntags drehte der Nikolaus seine Runden und am letzten Wochenende war ein Kinderkarussell aufgestellt.
 
Solongo Treml wartete am beleuchteten Weihnachtsbaum auf die offizielle Eröffnung. „Ich komme gerne schon am ersten Tag, um Freunde zu treffen. Der Weihnachtsmarkt gefällt mit gut und ich habe schon eine Spiralkartoffel gegessen und einen Glühwein getrunken“, verriet sie. Beim Imker Gerhard Beier kaufe sie auch immer Honig und Wachskerzen. Auch Alice Hansemann ist immer schon am ersten Tag beim Weihnachtsmarkt. Ab und zu helfe sie dem Schwiegervater am Stand. Aber diesmal traf sie sich mit ihrer Freundin Justina Kodis. Sie genoss mit ihr eine heiße Rum-Rotwein-Pflaume und wolle noch mehrmals vorbeischauen, sagte sie. Während ihr Mann und die Kinder sich schon für ein Essen entschieden hatten – Bratwurst, Flammkuchen und Crêpes – überlegte sie noch, was sie wählen würde. „Auf jeden Fall kaufe ich wie jedes Jahr einen Anhänger für unseren Weihnachtsbaum“, verriet sie. Zum ersten Mal war Dennis Bugadu mit den Kindern Valentina und Viktor im Alter von 9 und 2 Jahren am Marktplatz. Seit drei Jahren wohnt der gebürtige Serbe in Mering und wollte sich den Weihnachtsmarkt ansehen. Die Kinder faszinierte vor allem der riesige, leuchtende Weihnachtsbaum, den in diesem Jahr eine Familie aus St. Afra gespendet hatte. Großer Andrang herrschte bei Uwe Kufner, der süße und pikante Crêpes aus Dinkelmehl zubereitet. Man konnte sie wahlweise mit Marmelade, Nutella, Banane, Eier- und Orangenlikör oder mit Käse bzw. Schinken und Käse bestellen. Am zweiten Stand gab es auch wieder den beliebten Kalender mit Bildern der Malgruppe des Bürgernetzes. Apfel-, Bananen-, Orangenküchle oder Aus’zogene, selbstgemachten Apfel- und Kinderpunsch gab es bei Michaela Schelle. „Ich war schon beim Meringer Weihnachtsmarkt dabei, als es noch keine Buden gab.“, verriet sie.
 
Zwei neue Stände waren in 2019 vertreten. Anna Maria Bauer aus Mittelstetten war schon im vergangenen Jahr eingesprungen, als ein Betreiber kurzentschlossen aufhörte. Sie hatte gestrickte und gehäkelte Mützen, Schals, Strümpfe, Tiere und Puppenkleidung, gefilzte Hausschuhe oder Taschen im Angebot. Zirbenkissen, die aus Stoff genäht und mit Holzspänen von Zirben gefüllt sind, empfiehlt sie für die Verbesserung der Schlafqualität. Unter Schlaflosigkeit hatte sie gelitten und weiß, dass sie helfen. Ihr gegenüber stand Nicole Heitzer aus Kissing, die mit eleganten, selbstgenähten Bademänteln aus Frottee, Waschlappen und Handtüchern in vier Farbstellungen und Naturkosmetik teilnahm. Beate Zurwesten hatte seit Oktober Ketten, Armbänder und Ringe aus Edelsteinen, Perlen und Silber hergestellt. Für Kinder wählte sie Sterne, Libellen oder Seepferdchen als Anhänger aus.
 
Maria Speck war froh, dass ihr Tanja Kast und Elisabeth Dietrich hilfreich zur Seite standen. Seit fünf Jahren ist sie mit Bio-Flammkuchen aus Dinkelmehl dabei, am beliebtesten sind der vegetarische und der klassische Flammkuchen. Diesmal gab es zusätzlich Dampfnudeln mit Vanillesauce und Weihnachtspunsch aus Aperol, Weißwein und Gewürzen. Als Geschenk empfahl sie ihr selbstgemachtes Gebäck, Pralinen oder Trinkschokolade.
 
Um 18 Uhr war kaum noch Platz zum Durchkommen, als Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und Organisator Acky Resch ihre Eröffnungsansprachen hielten und die Feuerwehrkapelle Weihnachtslieder spielte. Die anwesenden Mitglieder des Marktgemeinderates stimmten mit dem Bürgermeister „Alle Jahre wieder“ an. Es war richtig kalt geworden, was zum Weihnachtsmarkt einfach dazugehört, fand Florian Hummel.


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